Sie sind hier: Home > Regional > Berlin >

Weniger Spielhallen in Berlin: Gesetz entfaltet Wirkung

Berlin  

Weniger Spielhallen in Berlin: Gesetz entfaltet Wirkung

14.02.2020, 14:35 Uhr | dpa

Weniger Spielhallen in Berlin: Gesetz entfaltet Wirkung. Ein Mann sitzt an einem Spielautomaten in einer Spielhalle

Ein Mann sitzt an einem Spielautomaten in einer Spielhalle. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Berlins strenges Spielhallengesetz zeigt Wirkung: Die Zahl der legalen Betriebe hat sich im vergangenen Jahr weiter verringert. Sie sank von 264 im Jahr 2018 auf 214. Das geht aus einer Antwort der Senatsverwaltung für Finanzen auf eine Anfrage des SPD-Abgeordneten Daniel Buchholz hervor. Während der vergangenen Jahre hat sich die Zahl der Spielhallenstandorte damit mehr als halbiert.

Vor gut zehn Jahren hatte in Berlin eine massive Zunahme neuer Spielstätten begonnen - allein zwischen 2007 und 2011 gab es mehr als eine Verdoppelung auf 584 Standorte. 2011 beschloss dann Berlin ein strengeres Spielhallengesetz, das danach weiter verschärft wurde. Mehr als 30 000 Menschen gelten in der Hauptstadt als spielsüchtig. Besonders häufig sind darunter Männer, insbesondere junge Migranten und Geringverdiener. Folgen können zerstörte Familien, Arbeitslosigkeit und hohe Schulden sein.

Die Zahl der Genehmigungen für Spielhallen ging laut Senat von 385 auf 305 ebenfalls zurück. Weiter abgenommen hat auch die Zahl der legalen Geldspielautomaten in Spielhallen - von 2942 Geräten in 2018 auf 2331 im vergangenen Jahr. Sie soll noch weiter sinken, weil seit Herbst 2019 an einigen Standorten weniger Geräte aufgestellt werden dürfen als früher. Die Hauptstadt nahm 2019 rund 43,6 Millionen Euro Vergnügungssteuer durch Geld-Gewinnspielgeräte ein.

Zu den Verlockungen in Spielhallen kommen noch fast 5000 legale Geldspielautomaten in Gaststätten, Café-Casinos oder Vereinslokalen. Illegal aufgestellte Geräte können nicht erfasst werden. Schätzungsweise versenken Spieler in der Hauptstadt jeden Tag rund 500 000 Euro in Spielautomaten. Nur rund die Hälfte der Spielsüchtigen schafft es, sich wieder aus dieser Abhängigkeit zu lösen. Eine professionelle Beratungs- und Betreuungsstelle für Glücksspielsüchtige und ihre Angehörigen ist das "Café Beispiellos" der Caritas in Kreuzberg.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
10-Tages-Vorhersage

Ulla Popkenbonprix.deOTTOhappy-sizetchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal