Sie sind hier: Home > Regional > Berlin >

Berlin: Cannabis auf Friedhof angebaut – Haftstrafe

Urteil in Berlin  

Cannabis auf Friedhof angebaut – Haftstrafe

25.02.2020, 13:06 Uhr | dpa

Berlin: Cannabis auf Friedhof angebaut – Haftstrafe. Das Gebäude des Landgerichts Berlin: Ein Mann ist schuldig gesprochen, weil er auf einem Friedhof Drogen angebaut hatt. (Quelle: dpa/picture alliance/Archivbild)

Das Gebäude des Landgerichts Berlin: Ein Mann ist schuldig gesprochen, weil er auf einem Friedhof Drogen angebaut hatt. (Quelle: picture alliance/Archivbild/dpa)

In Berlin ist ein Mann schuldig gesprochen worden, weil er auf einem Friedhof Cannabis angebaut hatte. Doch das war noch nicht alles.

Weil er auf einem Friedhof in Berlin-Britz mehrere Cannabispflanzen deponiert und Drogen verkauft hat, ist ein 50-Jähriger zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. Das Landgericht sprach den Mann am Montag des bewaffneten Drogenhandels schuldig.

Sein mitangeklagter Sohn wurde wegen Beihilfe verwarnt. Der 19-Jährige wurde angewiesen, an einem Kompetenztraining teilzunehmen. Der Vater habe auf einem Friedhof, auf dem er früher tätig gewesen sei, Drogen angebaut und einmal geerntet, so das Gericht. Es ging von einem minder schweren Fall aus. Beide Männer seien Ersttäter.

Axt gegen "ungebetene Gäste"

Der Vater hatte laut Anklage in seiner Wohnung in Berlin-Britz im November 2018 rund zwei Kilogramm Cannabis zum gewinnbringenden Verkauf gelagert. Zur Absicherung der Drogengeschäfte hätten eine Axt und ein Zimmermannshammer griffbereit gelegten. "Cannabispflanzen hingen auf einem Wäschetrockner, als wir die Wohnung durchsuchten", schilderte ein Polizeibeamter. Damals sei der Vater erkrankt und nicht zu Hause gewesen. Der anwesende Sohn habe zur Axt erklärt: "Hat der Papa da deponiert für ungebetene Gäste."

Der Vater erklärte, er habe eine Woche vor der Durchsuchung erstmals Cannabis geerntet. Die Werkzeuge hätten sich wegen einer Renovierung in seiner Wohnung befunden. Als die Polizei kam, sei er im Krankenhaus gewesen. "Ich hatte meinen Sohn gebeten, dass er sich kümmern soll, wenn jemand etwas kaufen will."

Die Bemerkung zu dem damals 18-Jährigen, die Axt sei für ungebetene Gäste, sei lediglich ein Spaß gewesen. "Ich schäme mich, dass ich meinen Sohn gebeten hatte, für mich einzuspringen", so der Vater. Das Urteil entsprach im Wesentlichen den Anträgen von Staatsanwalt und Verteidigung.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
10-Tages-Vorhersage

Ulla Popkenbonprix.deOTTOhappy-sizetchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal