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Tödlicher Crash mit Streifenwagen: Prozess gegen Polizisten

Berlin  

Tödlicher Crash mit Streifenwagen: Prozess gegen Polizisten

25.02.2020, 17:22 Uhr | dpa

Tödlicher Crash mit Streifenwagen: Prozess gegen Polizisten. Justitia-Figur

Eine Figur der Justitia. Foto: picture alliance/dpa/Symbolbild (Quelle: dpa)

Mehr als zwei Jahre nach dem tödlichen Zusammenstoß mit einem Funkstreifenwagen soll der Prozess gegen einen Berliner Polizisten am 17. März beginnen. In dem Verfahren geht es entgegen der Anklage nur um fahrlässige Tötung, sagte ein Sprecher des Landgerichts am Dienstag. Die Staatsanwaltschaft hatte auch Gefährdung des Straßenverkehrs durch Alkohol am Steuer angeklagt.

Der Wagen einer 21-Jährigen war am 29. Januar 2018 beim Einparken von dem Polizeiauto mit Blaulicht und Einsatzhorn nahe dem Alexanderplatz gerammt worden. Die junge Frau starb noch an der Unfallstelle.

Laut Staatsanwaltschaft fuhr der Angeschuldigte unter Alkoholeinfluss mit stark überhöhter Geschwindigkeit. Hinter einer Tunnelausfahrt soll er das Fahrzeug der 21-Jährigen zu spät bemerkt und dann getroffen haben. Bei der Kollision sei noch eine Geschwindigkeit von 93 Stundenkilometern festgestellt worden.

Der Fall hatte öffentlich große Wellen geschlagen. Erst Monate nach Beginn der Ermittlungen wurde bekannt, dass eine im Krankenhaus genommene Blutprobe des Fahrers Alkohol enthielt. Es kam der Verdacht auf, dies habe vertuscht werden sollen. Die Polizei hatte direkt nach dem Unfall keinen Alkoholtest gemacht.

Im Eröffnungsbeschluss des Landgerichts zu dem Prozess heißt es nun laut Gerichtssprecher, die beschlagnahmte Patientenakte des Polizisten dürfe nicht als Beweismittel verwendet werden.

Polizeipräsidentin Barbara Slowik hatte in der Folge des Unfalls allen Beamten empfohlen, bei schweren Unfällen freiwillig einen Atemalkoholtest zu machen, "um jedem Verdacht vorzubeugen".

Der Hauptkommissar - nach eigenen Angaben seit mehr als 30 Jahren bei der Polizei - war im Juli vergangenen Jahres wegen illegalen Besitzes von zwei Schlagringen zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Er darf laut Polizei seit Monaten nicht zum Dienst kommen.

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