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Staatliche Bühnen in Berlin bis Ostern geschlossen

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Staatliche Bühnen in Berlin bis Ostern geschlossen

10.03.2020, 17:32 Uhr | dpa

Staatliche Bühnen in Berlin bis Ostern geschlossen. Klaus Lederer

Klaus Lederer (Die Linke), Berlins Kultursenator, schreibt. Foto: Gregor Fischer/dpa (Quelle: dpa)

Das Kulturleben der Hauptstadt wird an Theatern, Opernhäusern und Konzertsälen wegen des Coronavirus drastisch eingeschränkt. Alle geplanten Aufführungen in den großen Sälen der staatlichen Häuser in der Hauptstadt sind von diesem Mittwoch bis zunächst dem 19. April, also bis nach den Osterferien, abgesagt. Er empfehle auch den großen Privattheatern so zu verfahren, erklärte Kultursenator Klaus Lederer (Linke). Das Virus war in Berlin bis zum Dienstagnachmittag bei 58 Menschen nachgewiesen worden, zehn mehr als am Vortag.

Für Veranstaltungen in kleineren Häusern und Sälen bis zu 500 Zuhörern liegt die Risikobewertung zunächst bei den jeweiligen Einrichtungen. Betroffen sind etwa die großen Häuser wie die Philharmonie mit 2250 Sitzen oder die Deutsche Oper für rund 1900 Zuhörer. Das Maxim Gorki Theater schließt seine große Bühne. Auch der Friedrichstadt-Palast sagte seine Vorstellungen ab. Nicht öffnen dürfen auch die Komische Oper mit knapp 1200 Plätzen, das Deutsche Theater mit 600 Sitzen und die Staatsoper Unter den Linden mit 1300 Plätzen.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) forderte bundeseinheitliche Regelungen für den Umgang mit Großveranstaltungen. "Wir können da keinen Flickenteppich haben", sagte der SPD-Politiker. "Bei der Ministerpräsidentenkonferenz am Donnerstag muss es möglichst zu einer bundesweiten Verabredung kommen, wie wir damit umgehen."

Mehrere Bundesländer, darunter das besonders von Sars-CoV-2 betroffene Nordrhein-Westfalen, hatten am Dienstag angekündigt, dass Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern abgesagt werden sollen - oder etwa im Fall von Fußballspielen ohne Zuschauer stattfinden. Eine generelle Schließung von Schulen und Kitas war zunächst in keinem Bundesland vorgesehen.

Es mache auch keinen Sinn, pauschal Schulschließungen anzuordnen und die Kinder zur Betreuung zu ihren Großeltern zu schicken. Genau diese - ältere Menschen ab etwa 60 Jahren - hätten nach Einschätzung der Experten ein erhöhtes Risiko, an Covid-19 zu erkranken.

Wie die Senatsverwaltung für Gesundheit mitteilte, werden bisher vier Menschen im Krankenhaus behandelt, 54 seien zu Hause isoliert. Müller kündigte an, dass der Senat 25 Millionen Euro zusätzlich für die Nachbeschaffung von Materialien wie Atemschutzmasken und Schutzkleidung für die Kliniken zur Verfügung stelle.

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