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Coronavirus in Berlin: Medizinstudentin hilft bei Corona-Tests

"Habe keine Angst"  

Berliner Studentin hilft bei Corona-Tests

30.03.2020, 16:16 Uhr | dpa

Coronavirus in Berlin: Medizinstudentin hilft bei Corona-Tests. Die Medizinstudentin Nina Leimer in Schutzkleidung: Sie hilft ihrer Stiefmutter bei den Corona-Tests. (Quelle: dpa/Kay Nietfeld/Archivbild)

Die Medizinstudentin Nina Leimer in Schutzkleidung: Sie hilft ihrer Stiefmutter bei den Corona-Tests. (Quelle: Kay Nietfeld/Archivbild/dpa)

Nina Leimer ist gelernte Rettungssanitäterin und studiert Medizin. In der Corona-Krise hilft sie in der Arztpraxis ihrer Schwiegermutter aus und testet Verdachtsfälle. 

Gelber Ganzkörperanzug mit Kapuze, Schutzbrille, Handschuhe und Atemschutzmaske: So eingepackt hilft Medizinstudentin Nina Leimer bei Coronavirus-Tests in Berlin-Lübars. "Wenn man die Nachrichten schaut – bisschen beängstigend ist das schon alles", sagte die gelernte Rettungssanitäterin der Deutschen Presse-Agentur am Montag.

Die 20-Jährige selbst habe aber keine Angst vor einer Ansteckung: "Ich glaube, Ruhe bewahren ist das Wichtigste." Sie versuche, zu helfen sowie Schutzmaßnahmen und Regeln einzuhalten.

Corona-Tests in der Kälte

Patienten werden seit dem 20. März in einem Zelt neben der Arztpraxis von Nina Leimers Stiefmutter Ulrike Leimer-Lipke im Bezirk Reinickendorf getestet: ab sechs Uhr morgens, vor der normalen Sprechstunde. Zwar frören die Patienten ebenso wie das Personal, aber man achte penibel auf eine räumliche und zeitliche Trennung der Corona-Verdachtsfälle von anderen Patienten, schilderte die Ärztin.

150 Abstriche habe das Team bisher genommen, sieben Patienten seien positiv getestet worden. Momentan fehle es aber an Abstrichen, sagt Leimer-Lipke. Für die Labore sei es auch eng bei den Reagenzien, so dass die Bestimmung länger dauern könne.

Berliner Gesundheitsämter seien überfordert

Am Tag kämen inzwischen 20 bis 30 Menschen, sagte Nina Leimer. Die Wertschätzung der Menschen sei groß. Wie viele niedergelassene Ärzte in Berlin Patienten testen, konnte eine Sprecherin der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin am Montag nicht sagen. Auch mehrere Kliniken haben Test-Anlaufzentren eingerichtet.

Leimer-Lipke ist nach eigenen Angaben die einzige Ärztin in Reinickendorf, die eng mit dem Gesundheitsamt zusammenarbeitet. Sie habe vor einigen Wochen von der Überforderung dort gehört und helfen wollen. Ihr gehe es auch darum, Vorerkrankungen wie Diabetes von positiv getesteten Patienten weiter zu versorgen. "Ich möchte, dass die Niedergelassenen mutiger werden", appelliert sie an Kollegen.

Die Schutzausrüstung habe sie vom Gesundheitsamt bekommen. "Wir sehen aus wie die Minions", sagt sie mit Blick auf die Animationsfilme mit den kleinen gelben Männchen. Das Schlimmste seien die Schutzbrillen – "die beschlagen dauernd". Weitermachen wolle sie mit dem Testen aber auf jeden Fall.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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