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Müller: Senat rechnet bald mit weiteren Schutzmasken

Berlin  

Müller: Senat rechnet bald mit weiteren Schutzmasken

07.04.2020, 16:27 Uhr | dpa

Müller: Senat rechnet bald mit weiteren Schutzmasken. Michael Müller

Michael Müller (SPD), Berlins Regierender Bürgermeister, bei einer Senatspressekonferenz. Foto: Christophe Gateau/dpa (Quelle: dpa)

Der Senat rechnet schon bald mit weiteren Lieferungen von Schutzmasken und Schutzkitteln aus China. Es gebe mehrere Bestellungen und bereits zugesicherte Ware, sagte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Dienstag nach der Senatssitzung. Sowohl in Peking als auch in Shanghai stehe Material "in erheblichen Größenordnungen" für Berlin zur Verfügung.

Zu der Frage, wie die Schutzausrüstung aus China nach Berlin kommen sollte, erklärte Müller, er habe in einem Schreiben an die Verteidigungsministerin angefragt, ob die Bundeswehr das übernehmen und das Material mit Sonderflügen nach Berlin schaffen könne. Die Bundeswehr habe aber darum gebeten zu gucken, ob es nicht möglich sei, das Material über private Anbieter nach Deutschland zu bekommen.

Deshalb habe er über das Thema am Wochenende mit Lufthansa-Chef Carsten Spohr gesprochen und vereinbart, dass die Lufthansa das Material abhole, wenn es abholbereit sei, sagte Müller. "Und wir hoffen und rechnen damit, dass das schon am Wochenende der Fall ist", sagte Müller. Dabei gehe es sowohl um Schutzmasken als auch um Kittel und technisches Material, das für die Gesundheitsversorgung nötig sei.

Man müsse immer vorsichtig sein, wie die Umsetzung vor Ort funktioniere, sagte Müller. Die Waren seien aber bestellt, für einige seien auch schon Teilzahlungen geleistet worden. "Die Flüge stehen bereit. Wenn dann das Material wirklich abholbereit ist, kann das alles für Berlin sehr schnell gehen", so der Regierende Bürgermeister.

Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD) versicherte, auch die Finanzierung stehe. Die nötigen Mittel seien im Nachtragshaushalt reserviert worden. Er habe die Bestellungen am Montag freigegeben, obwohl es nicht möglich gewesen sei, damit vorher in den Hauptausschuss zu gehen. Das müsse allerdings eine Ausnahme bleiben.

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