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Berlin-Spandau: Mann ersticht Partner, fährt nach München und stellt sich

Urteil gefällt  

Mann erstach Lebenspartner in Berlin-Spandau

09.04.2020, 14:58 Uhr | dpa

Berlin-Spandau: Mann ersticht Partner, fährt nach München und stellt sich. In einem Türbogen steht "Landgericht": Ein Mann ist wegen Mordes an seinem Partner verurteilt worden. (Quelle: imago images/STPP/Archivbild)

In einem Türbogen steht "Landgericht": Ein Mann ist wegen Mordes an seinem Partner verurteilt worden. (Quelle: STPP/Archivbild/imago images)

Das Berliner Landgericht hat einen 30-Jährigen schuldig gesprochen, seinen gleichaltrigen Partner getötet zu haben. Ein Gutachten hielt ihn für vermindert schuldfähig.

Nach tödlichen Messerstichen gegen seinen Partner ist ein 30-Jähriger zu sieben Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden. Das Berliner Landgericht sprach den geständigen Mann am Donnerstag des Mordes schuldig. Er habe das gleichaltrige Opfer im Dezember 2019 in dessen Wohnung im Stadtteil Spandau heimtückisch attackiert, begründeten die Richter. Weil der Angeklagte vermindert schuldfähig war, sei keine lebenslange Haft verhängt worden.

Der Angeklagte wollte bei seinem Freund übernachten, als es in der Nacht zum 2. Dezember 2019 zum tödlichen Angriff kam. Zuvor habe der Attackierte den Angeklagten aufgefordert, die Wohnung zu verlassen, hieß es weiter im Urteil. Als sein Partner im Bett lag und wieder einschlafen wollte, habe der Angeklagte aus der Küche ein Messer geholt. Das Opfer sei völlig arg- und wehrlos gewesen.

Täter fühlte sich ausgenutzt und schikaniert

Kurz nach dem Verbrechen war der nicht vorbestrafte Angeklagte von Berlin nach München gefahren und hatte sich dort der Polizei gestellt. Im Prozess erklärte er, in der einjährigen Beziehung habe er sich ausgenutzt und schikaniert gefühlt. Der Freund habe ihn mit anderen Männern betrogen und immer wieder geschlagen. Kurz vor der Tat habe sich der Partner im Schlaf gestört gefühlt und erklärt, die Beziehung sei zu Ende. Aus Wut habe er ein Messer aus der Küche geholt und mehrfach zugestochen. Die Tat sei aber nicht geplant gewesen.

Eine psychiatrische Gutachterin hatte erklärt, der Angeklagte sei unter anderem wegen einer schweren Störung der Persönlichkeit in seiner Steuerungsfähigkeit erheblich eingeschränkt gewesen. Der Staatsanwalt hatte eine Strafe von neuneinhalb Jahren Haft gefordert. Der Verteidiger plädierte auf fünf Jahre Gefängnis.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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