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Berliner Angelverein: Jugendwart wegen Kindesmissbrauchs vor Gericht

Vorfälle in Angelverein  

Jugendwart wegen 350-fachen Kindesmissbrauchs vor Gericht

15.04.2020, 07:42 Uhr | dpa

Berliner Angelverein: Jugendwart wegen Kindesmissbrauchs vor Gericht. Ein Schild mit der Aufschrift "Landgericht Berlin": Dort ist der Missbrauchsprozess gegen einen Jugendwart gestartet. (Quelle: dpa/Sven Braun/Archivbild)

Ein Schild mit der Aufschrift "Landgericht Berlin": Dort ist der Missbrauchsprozess gegen einen Jugendwart gestartet. (Quelle: Sven Braun/Archivbild/dpa)

Ein 50-Jähriger ist vor dem Berliner Landgericht angeklagt. Der Jugendwart eines Angelvereins soll mehrere Jahre lang ihm anvertraute Kinder und Jugendliche sexuell missbraucht haben.

Über Jahre hinweg soll ein ehrenamtlicher Jugendwart eines Berliner Angelvereins Kinder und Jugendliche missbraucht haben. Seit Dienstag muss er sich vor dem Landgericht verantworten. Dem Angeklagten werden 354 Fälle von sexuellem Missbrauch Minderjähriger zwischen Sommer 2012 und Oktober 2019 zur Last gelegt. Im Wohnwagen, auf einem Boot und im Bettenhaus eines Angelvereins in Berlin-Kladow soll sich der heute 50-Jährige immer wieder an sieben, ihm anvertrauten Jungen vergangen haben.

Am ersten Verhandlungstag schwieg der Mann, der seit November 2019 in Untersuchungshaft sitzt. Der Verteidiger kündigte eine schriftliche Erklärung des mutmaßlichen Täters zu einem späteren Zeitpunkt an.

Angeklagter soll pornografische Bilder gemacht haben

Laut Staatsanwaltschaft soll der Angeklagte teilweise auch Gewalt angewendet haben. Das jüngste Opfer sei sechs Jahre alt gewesen, als der Missbrauch begonnen habe. Der langjährige Ehrenamtliche soll die Kinder obendrein untereinander zu sexuellen Handlungen gezwungen haben. Er soll außerdem sogenannte Sex-Gerätschaften verwendet haben. Einem Jugendlichen bot er der Anklage zufolge Geld an. Zudem habe der nicht Vorbestrafte Tausende kinderpornografische Bilder hergestellt.

Betroffene waren per Video befragt worden, so dass sie nicht vor Gericht erscheinen und dort aussagen müssen. Erste Aufnahmen wurden am Dienstagnachmittag im Gerichtssaal unter Ausschluss der Öffentlichkeit gezeigt. Deren Interesse müsse in diesem Falle hinter den Schutz der Persönlichkeitsrechte rücken, erklärte das Gericht.

Mehrere der mutmaßlichen Opfer werden als Nebenkläger von Anwälten vertreten. Das Gericht lehnte einen Antrag des Verteidigers auf Aussetzung des Prozesses ab. Dieser hatte argumentiert, er habe als neuer Anwalt in dem Verfahren zu wenig Zeit vor Prozessvorbereitung gehabt. Zudem seien Gespräche mit seinem Mandanten wegen der Corona-Krise derzeit nur eingeschränkt möglich.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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