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Möbelindustrie setzt auf Öffnungen in weiteren Bundesländern

Berlin  

Möbelindustrie setzt auf Öffnungen in weiteren Bundesländern

03.05.2020, 10:57 Uhr | dpa

Möbelindustrie setzt auf Öffnungen in weiteren Bundesländern. Möbelhaus

Desinfizierte Einkaufswagen stehen vor einem Möbelhaus bereit. Foto: Henning Kaiser/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Angesichts der Absatzkrise wegen der Corona-Pandemie setzt die deutsche Möbelindustrie ihre Hoffnungen auf die geplanten weitreichenden Öffnungen. "Die ersten zwei Öffnungswochen des Möbelhandels in Nordrhein-Westfalen hat unseren Herstellern zwar wieder neue Aufträge gebracht, doch kann ein Bundesland alleine die historischen Einbrüche der Möbelindustrie von bislang über 25 Prozent nicht im Ansatz kompensieren", teilte der Verband der deutschen Möbelindustrie (VDM) der Deutschen Presse-Agentur mit. "Insofern hoffen wir auf zusätzliche Impulse aus den für Montag anstehenden Öffnungen in weiteren Bundesländern."

In Nordrhein-Westfalen - einem wichtigen Standort der Branche - durften Möbelhäuser bereits vor zwei Wochen wieder öffnen. Zwar hätten die Verbraucher im Schnitt mehr Geld für Möbel ausgegeben. Dennoch seien die Umsätze aufgrund der geringen Zahl an Kunden deutlich gesunken, hieß es aus dem Verband.

Aufgrund fehlender Aufträge hätten im April knapp 80 Prozent der deutschen Hersteller Kurzarbeit einführen müssen, sagte VDM-Geschäftsführer Jan Kurth. "Auch zur Sicherung von Arbeitsplätzen in Deutschland brauchen wir dringend weitere flächenunabhängige Öffnungen im Möbelhandel."

Der Handelsverband Deutschland (HDE) zog nach den ersten zwei Öffnungswochen für kleinere Geschäfte bis 800 Quadratmetern Ladenfläche ein enttäuschtes Fazit. "Die Konsumneigung ist weiterhin schwach, die Verbraucherstimmung verharrt auf einem Tiefpunkt", teilte HDE-Geschäftsführer Kai Falk der dpa auf Anfrage mit. Es kämen wenig Kunden, die Erlöse seien im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich gesunken. Ein Grund sei wahrscheinlich die hohe Unsicherheit auf dem Arbeitsmarkt mit Millionen Menschen in Kurzarbeit. "Die verlorenen Umsätze können in den meisten Fällen nicht mehr aufgeholt werden", sagte Falk.

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