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Haas vor Show-Comeback: Bisschen nerven und nicht verletzen

Berlin  

Haas vor Show-Comeback: Bisschen nerven und nicht verletzen

13.07.2020, 06:15 Uhr | dpa

Haas vor Show-Comeback: Bisschen nerven und nicht verletzen. Tommy Haas

Tommy Haas nimmt an einer Pressekonferenz teil. Foto: Jörg Carstensen/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Drei Jahre ist das unfreiwillige Abschiedsmatch von Tommy Haas nun schon her, heute betritt der 42-Jährige in Berlin noch einmal im Wettkampfmodus einen Tennisplatz. Beim Einladungsturnier im Berliner Steffi-Graf-Stadion trifft Haas im Viertelfinale auf den 18 Jahre alten Jannik Sinner. Der Südtiroler, in der letzten Weltrangliste vor der Corona-Pause die Nummer 73, gilt als großes Talent.

"Er hätte mein Sohn sein können", stellte Haas vor Turnierbeginn lächelnd fest. Auch wenn der einstige Weltranglisten-Zweite zu aktiven Zeiten ein Kämpfer war, hat er dieses Mal bescheidene Ziele. "Ein bisschen hier und da nerven und nicht verletzen", sagte Haas. 2017 hörte er auf, als es nicht die ersehnte Wildcard für die US Open in New York gab, wo der gebürtige Hamburger als Wahl-Amerikaner immer höchst willkommen war. So ist die Niederlage gegen den ebenfalls in Berlin antretenden Jan-Lennard Struff zuvor in Kitzbühel das letzte Profi-Match des einst immer wieder von Verletzungen geplagten Haas.

Inzwischen lebt er schon einige Jahre in Los Angeles, spielt dort mit Freunden manchmal noch bis zu vier- oder fünfmal pro Woche locker Tennis und fungiert als Turnierdirektor in Indian Wells. Das Masters-Turnier war in diesem März als erstes großes Turnier abgesagt worden. Damit er zum ersten Mal seit 1991 wieder nach Berlin durfte, benötigte Haas ein Zeugnis seines Arztes in Los Angeles, musste sich testen lassen, sich aber nicht in Quarantäne begeben.

Seit einer guten Woche ist Haas nun wieder mal in Deutschland. "Ich wollte früher kommen, aber das ging durch die Situation nicht", berichtete er. Seine Familie konnte er vorerst nicht mitbringen, und auch von den Veränderungen in Berlin in den vergangenen drei Jahrzehnten wird er nicht so viel sehen. Die Spielerinnen und Spieler pendeln aus Hygienegründen lediglich zwischen dem Hotel nahe der Gedächtniskirche und der Anlage im Grunewald hin und her.

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