Sie sind hier: Home > Regional > Berlin >

Karstadt will mehr Warenhäuser in Berlin erhalten

Berlin  

Karstadt will mehr Warenhäuser in Berlin erhalten

03.08.2020, 12:34 Uhr | dpa

Karstadt will mehr Warenhäuser in Berlin erhalten. Galeria Karstadt Kaufhof

Drei weitere Berliner Karstadt-Filialen können vor der Schließung bewahrt werden. Foto: Lennart Stock/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

In Berlin sollen deutlich weniger Karstadt-Kaufhof-Warenhäuser schließen als ursprünglich geplant. Betroffen sind jetzt nur noch zwei der elf Standorte: die Filialen im Linden-Center in Hohenschönhausen und die in den Neuköllner Gropius-Passagen. Das ist das Ergebnis von Verhandlungen des Senats mit dem Unternehmen.

Es nahm vier Häuser von der Streichliste: die Filialen an der Müllerstraße im Wedding, am Tempelhofer Damm in Tempelhof, an der Wilmersdorfer Straße in Charlottenburg und im Ring-Center

Er sei darüber sehr erleichtert, sagte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Montag. "Es ist wichtig, diese großen Häuser zu haben für die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger, für die Weiterentwicklung der Quartiere."

Im Gegenzug wolle das Land federführend drei große Bauprojekte des Konzerns in der Stadt unterstützen: den Ausbau der Häuser Hermannplatz, Alexanderplatz und Kurfürstendamm. Dieses "Geben und Nehmen" sei in einem "Letter of Intent" (Absichtserklärung) festgehalten worden. Dieser wurde jedoch nicht veröffentlicht.

"Das waren harte und zähe Gespräche", sagte Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne). Beteiligt waren demnach neben Geschäftsführung und Betriebsräten der GKK-Mutterkonzern Signa und die Vermieter der Warenhäuser. Nach Pops Angaben werden bis zu 800 Arbeitsplätze in den vier Häusern gesichert, die nun von der Streichliste genommen wurden.

Die Kaufhof-Filiale am Ring-Center ist demnach für mindestens zehn Jahre gesichert. Die Rettung dieses Standorts war schon vor zwei Wochen bekannt geworden. Die Tempelhofer Karstadt-Filiale bleibt vorerst für mindestens fünf Jahre erhalten, die Karstadt-Standorte an der Müller- und der Wilmersdorfer Straße zunächst für drei Jahre. In allen Fällen werde eine zehnjährige Standortsicherung angestrebt, sagte Pop. In die Häuser würden 45 Millionen Euro investiert.

"Gemeinsam haben wir eine gute Lösung gefunden", wurde der GKK-Generalbevollmächtigte Arndt Geiwitz in einer Mitteilung zitiert. "Jetzt ist es für uns wichtig, dass auch die beiden Vermieter zu ihren Zusagen stehen." Die Gewerkschaft Verdi sprach von einem guten Signal für den Handel.

Sehr bitter sei es, dass vermutlich mehr als 300 Beschäftigte und weitere Mitarbeiter von Fremdfirmen in Berlin ihren Arbeitsplatz dennoch verlieren werden - durch die Schließung der Häuser in Neukölln und Hohenschönhausen. Offen ist noch, was aus der Karstadt-Sports-Filiale an der Joachimsthaler Straße in Charlottenburg wird.

Galeria Karstadt Kaufhof hatte im Juni angekündigt, bundesweit 62 von 172 Filialen schließen. Der Konzern war nach der pandemiebedingten Schließung aller Filialen bundesweit in eine schwere Krise geraten und hatte im April Rettung in einem Schutzschirmverfahren suchen müssen. Auf der ursprünglichen Streichliste standen sechs der elf Warenhäuser in Berlin. Zudem wurde das Vorhaben gestoppt, ein neues Karstadt-Warenhaus in Tegel zu eröffnen.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
10-Tages-Vorhersage

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal