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"Tagesspiegel": Müller will Bundestags-Kandidatur erklären

Berlin  

"Tagesspiegel": Müller will Bundestags-Kandidatur erklären

10.08.2020, 11:57 Uhr | dpa

"Tagesspiegel": Müller will Bundestags-Kandidatur erklären. Michael Müller (SPD)

Michael Müller (SPD), Berlins Regierender Bürgermeister. Foto: Britta Pedersen/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Berlins Regierender Bürgermeister und SPD-Landeschef Michael Müller will nach einem Bericht des "Tagesspiegels" als Kandidat des SPD-Kreisverbandes Charlottenburg-Wilmersdorf in den Bundestag einziehen. Das soll Müller demnach noch am (heutigen) Montag bekanntgeben. Eine Bestätigung dafür gab es bei der Berliner SPD auf Anfrage der dpa zunächst noch nicht.

Der Vorsitzende des Kreisverbands, Christian Gaebler, der auch Chef von Müllers Senatskanzlei ist, bestätigte dem "Tagesspiegel" nur, dass sich die Kandidatenlage noch am Montag klären werde. Müller ist seit 2014 Regierungschef in Berlin, seit 2016 in der rot-rot-grünen Koalition.

Nach langen Spekulationen in den Medien zu der Frage hatte Müller am Freitag Interesse an einer Kandidatur bei der Bundestagswahl voraussichtlich im Herbst 2021 signalisiert. "Das werden wir in den nächsten Tagen gemeinsam in der Partei erörtern, wie das laufen wird", sagte Müller RTL/n-tv.

Müller kommt aus dem Berliner Wahlkreis Tempelhof-Schöneberg. Dort will aber Juso-Chef Kevin Kühnert antreten. Daher wurde bereits spekuliert, dass es Charlottenburg-Wilmersdorf sein könnte. Dort kann sich allerdings möglicherweise auch Müllers Staatssekretärin Sawsan Chebli eine Kandidatur vorstellen, hieß es zuletzt.

Die SPD-Direktkandidaten in den Berliner Wahlbezirken werden in den kommenden Wochen und Monaten festgelegt. Dabei gibt es vielfach Gerangel.

Klar war schon lange, dass Müller die Führung der Berliner SPD abgibt. Am 31. Oktober wollen sich Bundesfamilienministerin Franziska Giffey und der Berliner SPD-Fraktionschef Raed Saleh als neue Doppelspitze wählen lassen. Am 19. Dezember soll dann die Spitzenkandidatur für die Berliner Abgeordnetenhauswahl, die voraussichtlich parallel zur Bundestagswahl stattfindet, bestimmt werden. Seit längerem wird davon ausgegangen, dass es hier auf Giffey hinausläuft, die dann Regierende Bürgermeisterin werden will.

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