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Betrug mit gefälschten Reproduktionen

Berlin  

Betrug mit gefälschten Reproduktionen

10.08.2020, 15:13 Uhr | dpa

Betrug mit gefälschten Reproduktionen. Gerichtsverfahren

Eine Figur der Justitia mit Augenbinde. Foto: Sonja Wurtscheid/dpa/symbol (Quelle: dpa)

Berlin (dpa/bb) – Über zwei Auktionshäuser einer Berliner Kauffrau sind etliche gefälschte Reproduktionen von Kunstwerken verkauft worden. Mehr als zehn Jahre nach Beginn der Ermittlungen hat am Montag der Prozess gegen die 66-Jährige und einen der mutmaßlichen Komplizen begonnen. Ihnen werden betrügerische Geschäfte in zwanzig Fällen mit Grafiken und Drucken vorgeworfen, deren Herstellung nicht durch die Rechteinhaber autorisiert und die mit falschen Echtheitszertifikaten versehen waren. Die Angeklagten legten über ihre Verteidiger pauschale Geständnisse ab.

Der Anwalt der 66-Jährigen erklärte, seiner Mandantin sei bewusst gewesen, dass die Reproduktionen nicht lizenziert gewesen seien. Für den 63-jährigen Mitangeklagten sagte dessen Verteidiger, der Mann habe Fälschungen erworben und diese an die 66-Jährige verkauft. Ein ursprünglich mitangeklagter 65-Jähriger soll die illegalen Reproduktionen hergestellt haben. Weil der Mann aus gesundheitlichen Gründen nicht verhandlungsfähig sei, wurde sein Verfahren abgetrennt.

Im März 2010 habe der 63-Jährige eine unerlaubt hergestellte und falsch signierte Reproduktion "Gerhard Richter – Mao" an die 66-Jährige zum Verkauf als "Richter handsignierter Mao" zum Mindestpreis von 4000 Euro übergeben, heißt es in der Anklage. In anderen Fällen seien Werke von Pablo Picasso, Henri Matisse, Joseph Beuys, Salvador Dalí im einfachen Offsetdruck reproduziert, mit falschen Zertifikaten versehen und als angebliche Lithografien verkauft worden.

Die Anklage war zunächst von 61 Fällen in der Zeit von August 2009 bis Juni 2014 ausgegangen. Einen Teil der Vorwürfe hat das Gericht nach Gesprächen aller Prozessbeteiligten eingestellt. Den Angeklagten wurden im Falle von Geständnissen Bewährungsstrafen in Aussicht gestellt. Der Prozess wird am 13. August fortgesetzt.

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