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Razzien: Verdacht auf Geldwäsche und Steuerhinterziehung

Frankfurt am Main  

Razzien: Verdacht auf Geldwäsche und Steuerhinterziehung

11.08.2020, 15:32 Uhr | dpa

Razzien: Verdacht auf Geldwäsche und Steuerhinterziehung. Beschlagnahmte Euro-Banknoten liegen auf einem Tisch

Beschlagnahmte Euro-Banknoten liegen auf einem Tisch. Foto: Silas Stein/dpa/Symbolbild (Quelle: dpa)

Wegen des Verdachts der Geldwäsche und der Steuerhinterziehung haben Ermittler am Dienstag Geschäfts- und Wohnräume in mehreren Bundesländern durchsucht. Eine Im- und Exportfirma sowie Wohnräume in Brandenburg standen wegen des Verdachts der Geldwäsche im Fokus der Ermittler, wie die Staatsanwaltschaft Frankfurt und das Bundeskriminalamt mitteilten.

Ihr 57 Jahre alter Inhaber steht im Verdacht, zu einem Geldwäsche-Netzwerk mit starken Russland-Bezügen zu gehören, das im vergangenen Jahr unter dem Titel "Troika Laundromat" bekannt geworden war. Nach Berichten eines internationalen Rechercheverbunds sollen aus Russland mehrere Milliarden Euro in den Westen gelangt sein. Allein auf deutschen Konten seien rund 190 Millionen Euro gelandet. Das BKA ist nach eigenen Angaben seit Anfang 2019 im Besitz entsprechender Datensätze.

Der Mann soll illegale Gewinne aus Straftaten in den legalen Wirtschaftskreislauf gebracht haben. Über die Firmenkonten seien betriebsfremde Zahlungen an Privatleute in Russland geflossen. Außerdem bestehe der Verdacht, dass über die Firma mehr als 7 Millionen Euro an Offshore-Gesellschaften geflossen sind.

In einem weiteren Verfahren wird gegen sechs deutsche Beschuldigte ermittelt, die mit Hilfe einer Bank in Puerto Rico sogenannte Offshore-Gesellschaften gegründet haben sollen. Es wurden Wohnräume in Hessen - Wiesbaden, Frankfurt am Main, Hattersheim, Neu-Anspach, Oberursel, Schwalbach am Taunus - sowie in Bonn durchsucht. Zugleich gab es weitere Durchsuchungen bei mehreren Banken im gesamten Bundesgebiet zur Sicherung von Beweisen.

Die Beschuldigten werden verdächtigt, mit Hilfe der Bank Offshore-Gesellschaften gegründet zu haben, um Kapitalerträge vor dem deutschen Fiskus zu verbergen und die dafür anfallenden Steuern zu hinterziehen. Haftbefehle gegen die insgesamt sieben Beschuldigten gab es nach Angaben der Ermittler keine.

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