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Elternvertreter: Diskussion um Maskenpflicht im Unterricht

Berlin  

Elternvertreter: Diskussion um Maskenpflicht im Unterricht

13.08.2020, 13:52 Uhr | dpa

Elternvertreter: Diskussion um Maskenpflicht im Unterricht. Masken im Unterricht

Eine Schülerin sitzt mit einer Mund- und Nasenmaske an ihrem Tisch und schreibt etwas in ihren Stundenplan. Foto: Guido Kirchner/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Nach den ersten Coronafällen an Berliner Schulen im neuen Schuljahr fordern Elternvertreter eine erneute Diskussion um die Maskenpflicht im Unterricht. "Natürlich war damit zu rechnen, dass es Infektionsfälle geben wird und dass Schulen zumindest zum Teil schließen müssen", sagte Norman Heise, Vorsitzender des Landeselternausschusses, am Donnerstag.

"Die Frage ist, sind die Hygienekonzepte der Schulen wirksam, oder braucht es eine Nachsteuerung? Etwa weil es mit dem Lüften nicht funktioniert, weil es zu wenig Waschbecken gibt oder zu wenig Masken für die Schülerinnen und Schüler, die sie vergessen haben", sagte Heise. "Ich glaube auch, dass die Schulen sich mit allen Beteiligten über das Thema Mund-Nasen-Schutz im Unterricht Gedanken machen müssen."

Es sei noch einmal zu überlegen, inwiefern das hilfreich sei. Die Senatsverwaltung für Bildung hat sich für eine Maskenpflicht entschieden, die im Schulgebäude gilt, aber nicht im Unterricht und nicht auf dem Schulhof. Heise räumte ein, dass die Ansichten der Eltern bei diesem Thema durchaus auseinandergingen. "Wir sind der Meinung, dass das eine Entscheidung sein soll, die die Schulkonferenzen selber treffen können."

In Berlin hat es wenige Tage nach Beginn des neuen Schuljahres nach Angaben der Senatsbildungsverwaltung an acht Schulen Corona-Fälle gegeben, eine Schule ist vorsorglich am Donnerstag geschlossen worden. Die Bildungsverwaltung betont, bisher seien noch keine Infektionen innerhalb der Schulen bekannt geworden. Da zwischen Ansteckung und dem ersten Auftreten von Symptomen rund 14 Tage lägen, müsse der Infektionszeitpunkt noch in den Sommerferien gewesen sein.

Heise, der auch Mitglied im neuen Hygienebeirat ist, wies auf den hohen Anteil von Reiserückkehrern unter den Infizierten hin. "Was für unsere Befürchtung spricht, dass von dieser Gruppe ein erhöhtes Risiko ausgeht und die verpflichtenden Testungen, die in Berlin erst am Samstag vor Schulbeginn begonnen haben, für die Schulöffnungen schlichtweg zu spät waren." Der Hygienebeirat soll am Montag zum ersten Mal tagen und über Fragen des Infektionsschutzes während der Corona-Krise beraten.

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