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Berlin verbessert sich in Bildungsranking

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Berlin verbessert sich in Bildungsranking

14.08.2020, 11:03 Uhr | dpa

Berlin hat sich in einem Ländervergleich zur Bildungsqualität leicht verbessert. Im neuen "INSM-Bildungsmonitor" rangiert die Hauptstadt unter den 16 Bundesländern auf Platz 13. Im Vorjahr fand sie sich auf dem letzten Platz wieder.

In dem am Freitag veröffentlichten Ranking des Instituts der deutschen Wirtschaft im Auftrag der arbeitgebernahen "Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft" (INSM) sind zahlreiche Baustellen aufgelistet. Die betreffen nicht zuletzt die Schulen.

So hätten die Berliner Neuntklässler 2018 bei Leistungstests in Mathematik und Naturwissenschaften im Bundesvergleich schlecht abgeschnitten. Die Schulabbrecherquote von 9,6 Prozent im Jahr 2018 habe über dem Bundesdurchschnitt von 6,6 Prozent gelegen und sei der zweitschlechteste Wert aller Bundesländer.

Defizite gebe es auch bei der beruflichen Bildung - trotz Fortschritten in den letzten Jahren. Gemessen an der Bevölkerung im entsprechenden Alter seien 2019 weiterhin relativ wenige betriebliche Ausbildungsplätze angeboten worden. Die Quote lag demnach bei 53,7 Prozent, der Bundesdurchschnitt bei 68,1 Prozent. Das bedeutet: Letzter Platz.

Ebenso nur Platz 16 belegt Berlin bei der Quote der unversorgten Bewerber für eine Lehrstelle. Mit 14,3 Prozent sei der Anteil 2019 deutlich höher ausgefallen als im Bundesschnitt (8,9 Prozent).

Die Autoren der Studie sehen nicht nur Schatten, sondern auch Licht. So seien die Betreuungsrelationen an Kitas, Schulen und Hochschulen gut. Beispiel Schulen: In der Sekundarstufe I (Gymnasium) habe eine Lehrkraft 2018 in Berlin 13,2 Schüler betreut. Der Bundesdurchschnitt lag bei 14,8.

Als positiv stellt die Studie außerdem heraus, dass viele Kinder Ganztagsangebote in Kita und Grundschule wahrnehmen. So lernten 76,8 Prozent der Berliner Grundschüler 2018 an einer offenen oder gebundenen Ganztagsschule. Berlin belegt damit den vierten Platz aller Bundesländer, der Bundesdurchschnitt lag bei 42 Prozent.

Die Vergleichsstudie bewertet anhand von 93 Indikatoren in zwölf Handlungsfeldern, inwieweit ein Bundesland Bildungsarmut reduziert, zur Fachkräftesicherung beiträgt und Wachstum fördert. Die INSM wird nach eigenen Angaben von den Arbeitgeberverbänden der Metall- und Elektro-Industrie finanziert.

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