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Sachsen verteidigt Spitze bei Bildungsstudie

Köln  

Sachsen verteidigt Spitze bei Bildungsstudie

14.08.2020, 11:06 Uhr | dpa

Sachsen ist in Sachen Bildung laut einer neuen Studie bundesweit weiter Spitze. Zu diesem Ergebnis kommt der Bildungsmonitor 2020, wie die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) am Freitag mitteilte. In der vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln im Auftrag der arbeitgebernahen INSM durchgeführten Studie wurden insgesamt 93 Indikatoren in zwölf Handlungsfeldern untersucht. Demnach hat der Freistaat seine Spitzenposition erneut verteidigt und landete zum 15. Mal in Folge auf Platz Eins.

Besonders gut schnitt Sachsen den Angaben nach in den Bereichen Schulqualität, Förderinfrastruktur und Forschungsorientierung ab. Auch bei der Vermeidung von Bildungsarmut landete der Freistaat ganz vorne. Bestwerte erreichen die Schüler demnach auch bei Kompetenzen in Mathematik und Naturwissenschaften.

Handlungsbedarf besteht der Studie zufolge im Zuge der Corona-Krise bei der Sicherstellung des Fernunterrichts. Besonders in ländlichen Regionen müsse der Zugang zum schnellen Internet ausgebaut werden.

Sachsens Kultusminister Christian Piwarz (CDU) wertete den Erfolg als hervorragende Leistung der Lehrerinnen und Lehrer, aber auch der Erzieherinnen und Erzieher, die sich mit Leib und Seele der Bildung verschrieben hätten. Er warnte jedoch auch, sich nicht auf den Lorbeeren auszuruhen. Andere Länder hätten deutliche Sprünge nach vorn gemacht. Auf Platz 2 in dem Ranking liegt Bayern, gefolgt von Thüringen. Schlusslicht ist Sachsen-Anhalt.

Die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Sachsen, Uschi Kruse, führt die Spitzenposition auch auf die gute Ausbildung der Lehrer zurück. Nachholbedarf sieht sie vor allem bei der Digitalisierung des Unterrichts und einer höheren Bildungsgerechtigkeit.

Die deutsche Meisterschaft beim Bildungsmonitor dürfe nicht über grundlegende Herausforderungen hinwegtäuschen, teilte die Vereinigung der Sächsischen Wirtschaft mit. Die Wettbewerber holten auf - national wie international. Der Vorsprung Sachsens sei deutlich geringer geworden. So fehle es dem Lehrkörper dringend an Nachwuchs, die Schulabbruchsquote sei nach wie vor zu hoch und die IT-Infrastruktur brauche dringend ein Update.

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