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Berliner Zoo feiert Einjähriges der Panda-Zwillinge Pit und Paule

Nachzucht war eine Sensation  

Berliner Zoo feiert Einjähriges der Panda-Zwillinge

31.08.2020, 12:00 Uhr | dpa

Berliner Zoo feiert Einjähriges der Panda-Zwillinge Pit und Paule. Pit und Paule sind ein Jahr alt: Zum Geburtstag haben die beiden Pandas eine Eistorte bekommen. (Quelle: Reuters/Hannibal Hanschke)

Pit und Paule sind ein Jahr alt: Zum Geburtstag haben die beiden Pandas eine Eistorte bekommen. (Quelle: Hannibal Hanschke/Reuters)

Mit der Geburt der beiden Panda-Zwillinge vor einem Jahr gelang dem Zoo Berlin erstmal eine Nachzucht der Großen Pandas. Zum Einjährigen gab es eine Eistorte aus Rote-Beete-Saft und Äpfeln.

Mit einer knackig-frischen Eistorte aus Rote-Beete-Saft, Äpfeln, Süßkartoffeln, Karotten und Bambus haben Pfleger des Berliner Zoos die Panda-Zwillinge Pit und Paule – eigentlich Meng Xiang und Meng Yuan – an ihrem ersten Geburtstag überrascht (die Szene sehen Sie oben im Video oder hier).

Die beiden inspizierten die Torte in Form eines Tempels, auf dessen Dach eine "1" thronte, zogen es dann aber vor, zunächst einmal zu klettern und zu spielen. "Zwei echte Berliner Bären! Pit und Paule sind uns innerhalb des letzten Jahres sehr ans Herz gewachsen", sagte Zoo- und Tierpark-Direktor Andreas Knieriem.

Die Panda-Zwillinge klettern in ihrem Gehege: Die Torte erweckte erst später ihre Aufmerksamkeit. (Quelle: AP/dpa/Michael Sohn)Die Panda-Zwillinge klettern in ihrem Gehege: Die Torte erweckte erst später ihre Aufmerksamkeit. (Quelle: Michael Sohn/AP/dpa)

Aus den nackten und hilflosen Tierchen mit weniger als 200 Gramm Gewicht bei ihrer Geburt haben sich inzwischen stattliche Bärchen mit je etwa 28 Kilogramm Gewicht und eigenem Charakter entwickelt. "Paule, der Jüngere, war von Anfang an der deutlich Aktivere", erzählte Pfleger Corvin Schmohl. Er habe schneller Laufen gelernt, sei mobiler und ein kleiner Draufgänger. "Er hat zeitig sein eigenes Ding gemacht." Pit dagegen wirke langsamer und gemütlicher und halte sich gern eng an Mama.

Chinesische Experten halfen bei der Nachzucht

Vor einem Jahr, am 31. August, war die erste Panda-Geburt in einem deutschen Zoo eine Sensation. Pandas sind nicht nur Einzelgänger, sondern auch ausgesprochene Sex-Muffel. Nur an rund drei Tagen im Jahr besteht überhaupt Chance auf Nachwuchs. In Berlin hatte es vorher nie geklappt. Heute leben hier die einzigen Großen Pandas in Deutschland - nun eben vier.

Dem Zufall überlassen wollte der Berliner Zoo nichts: Chinesische Experten halfen dem unerfahrenen Panda-Männchen und seiner verspielten Partnerin, die 2017 aus China nach Berlin übersiedelten, sicherheitshalber auch mit künstlicher Befruchtung auf die Sprünge. Was nun Erfolg hatte, der Liebestunnel zwischen den Gehegen oder das menschliche Zutun, bleibt offen.

Pandas als Werkzeuge der Diplomatie

Unumstritten ist die Panda-Zucht in Zoos nicht. China vergebe die Tiere in einer Art Panda-Diplomatie nur an Länder, mit denen es gute Beziehungen wünsche, monieren Kritiker. Die Berliner Pandas erbat keine Geringere als Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Andere sehen die Zucht in der Heimat der Tiere als reines Geschäftsmodell Chinas. Für die erwachsenen Tiere zahlt der Berliner Zoo pro Jahr eine Leasing-Gebühr von einer Million US-Dollar, die Summe für die Jungtiere wird nicht veröffentlicht. Auch sie bleiben per Vertrag Eigentum Chinas. Das Geld fließe wieder in den Artenschutz, heißt es aus dem Reich der Mitte.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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