Sie sind hier: Home > Regional > Berlin >

Senat und Abgeordnete feiern 100 Jahre Berlin als Metropole

Schlüsselmoment in der Geschichte  

Berlin feiert 100. Geburtstag als Metropole

01.10.2020, 12:06 Uhr | dpa

Senat und Abgeordnete feiern 100 Jahre Berlin als Metropole. Blick auf das Brandenburger Tor, den Fernsehturm und das Rote Rathaus in Berlin: Vor 100 Jahren wurde Deutschlands Hauptstadt auch zur Weltstadt.  (Quelle: imago images/Jürgen Ritter)

Blick auf das Brandenburger Tor, den Fernsehturm und das Rote Rathaus in Berlin: Vor 100 Jahren wurde Deutschlands Hauptstadt auch zur Weltstadt. (Quelle: Jürgen Ritter/imago images)

Mit Inkrafttreten des "Groß-Berlin-Gesetzes" wurde Berlin am 1. Oktober 1920 zur Metropole – und zur damals drittgrößten Stadt der Welt. Senat und Abgeordnetenhaus haben dieses Jubiläum nun gefeiert.

Mit einer Feierstunde haben Senat und Abgeordnetenhaus am Donnerstag an das Inkrafttreten des Gesetzes erinnert, mit dem Berlin vor 100 Jahren zur Metropole wurde. Der Präsident des Abgeordnetenhauses, Ralf Wieland, erinnerte an die schwierigen Verhandlungen, die dem Gesetz in der Zeit kurz nach Ende des Ersten Weltkriegs vorausgingen. Die eingemeindeten Städte seien nicht begeistert gewesen, in einem Groß-Berlin aufzugehen. Gegen die Idee gab es bis zuletzt erhebliche Widerstände.

Berlins Regierender Bürgermeister sagte, es sei ein langer und steiniger Weg mit vielen Hürden und Grabenkämpfen gewesen, aber einer, der sich gelohnt habe. Er nannte das Gesetz einen Schlüsselmoment Berliner Stadtgeschichte und den Startschuss für die Metropolenbildung. Es sei eine Mammutaufgabe gewesen, im neuen Groß-Berlin Verwaltung, Soziales, Gas- und Wasserversorgung, Gesundheitswesen in Einklang zu bringen. Von den Weichenstellungen damals profitiere Berlin noch heute.

Bevölkerungszahl hat sich fast verdoppelt

"Berlin hat sich damals entschieden, einen deutlichen Schritt voranzugehen", sagte Müller. Auch heute sei es wichtig, Herausforderungen als Chance zu begreifen. "Berlin muss eine Stadt der Freiheit bleiben", forderte er. Sie müsse wie damals auf Innovation und Fortschritt setzen und heute in globalen Netzwerken den Austausch mit den Metropolen der Welt suchen.

Großstadt war Berlin im Kaiserreich schon lange und hatte 1905 erstmals mehr als zwei Millionen Einwohner. Mit dem sogenannten Groß-Berlin-Gesetz, das bereits am 27. April 1920 mit knapper Mehrheit beschlossen wurde und am 1. Oktober in Kraft trat, wurden in die Stadt Berlin dann acht Stadtgemeinden, 59 Landgemeinden und 27 Gutsbezirke eingemeindet.

Die Bevölkerungszahl stieg auf 3,8 Millionen, fast doppelt so viele wie zuvor. Nach London und New York war Berlin damals die drittgrößte Stadt der Welt. Die Stadtfläche wuchs um das 13-fache, mit Blick darauf war Berlin nach Los Angeles sogar weltweit die Nummer zwei.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
10-Tages-Vorhersage

baurtchibo.deOTTODeichmannbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal