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Labbadia sucht die Leipzig-Lösung: Weitere Ausfälle drohen

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Labbadia sucht die Leipzig-Lösung: Weitere Ausfälle drohen

20.10.2020, 14:41 Uhr | dpa

Labbadia sucht die Leipzig-Lösung: Weitere Ausfälle drohen. Trainer Bruno Labbadia von Hertha BSC

Trainer Bruno Labbadia von Hertha BSC. Foto: Andreas Gora/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Bruno Labbadia steht vor einer kniffligen Spezial-Aufgabe. Ausgerechnet beim Bundesliga-Spitzenreiter RB Leipzig will der erfahrene Coach seine Hertha endlich in die Erfolgsspur bringen. "Wir wissen, was auf uns zukommt", sagte Labbadia zum Auftakt der Vorbereitung auf das Spiel am Samstag in Sachsen. "Leipzig gehört zu den besten Mannschaften, die extrem gut eingespielt sind", betonte der 54-Jährige: "Sie haben sich gut verstärkt und haben eine tolle Champions-League-Saison gespielt."

Hertha BSC will mit weiteren Investoren-Millionen von Lars Windhorst in der Liga-Hierarchie eigentlich ein Stück näher an die von einem Brausehersteller unterstützten Leipziger heranrücken. Doch der Saisonauftakt ist mit vier Niederlagen und nur einem Sieg in fünf Pflichtspielen erst einmal misslungen. Dazu kommen neue personelle Sorgen. Im ersten Training der Woche fehlten auch noch Jhon Cordoba, Peter Pekarik, Deyovaisio Zeefuik und Mathew Leckie.

"Wir müssen abwarten", sagte Labbadia zu der möglichen Dauer der Trainingspausen. "Jhon hatte schon bei der Nationalmannschaft und im Spiel gegen den VfB leichte Probleme an der Ferse, vielleicht kann er Mittwoch oder Donnerstag wieder einsteigen", erklärte der Chefcoach zu Cordoba. Leckie plagt sich mit einer Blessur an der Halswirbelsäule. "Das ist etwas komplizierter", berichtete der Trainer. Beim Niederländer Zeefuik sei entgegen der Befürchtungen "kein Muskelfaserriss" diagnostiziert worden.

Pekarik hat sich beim jüngsten 0:2 gegen Stuttgart eine schwere Prellung mit Blutergüssen zugezogen. "Aber wir haben die Hoffnung, dass es bis Samstag klappen könnte", bemerkte der Trainer. Als Alternative auf der rechten Abwehrseite steht noch Lukas Klünter bereit. Angreifer Daishawn Redan beendete wegen leichter muskulärer Probleme die Übungseinheit am Dienstag vorzeitig.

Ohnehin haben die Berliner schon einige Ausfälle. Der französische Neuzugang Matteo Guendouzi, der positiv auf Corona getestet wurde, ist noch vor seinem ersten Hertha-Einsatz in Quarantäne. Santiago Ascacibar und Jordan Torunarigha sind noch in der Rehabilitation und somit keine Option für die Partie beim Spitzenreiter in Leipzig.

Hertha droht einen Tag vor der Mitgliederversammlung, die wegen der Corona-Pandemie am Sonntag diesmal im großen Olympiastadion stattfindet, der Absturz in den Tabellenkeller. Derzeit steht der Club auf Platz 15. Labbadia aber ist weit von Hektik entfernt: "Wir haben eine klare Linie. Wir analysieren und sprechen Fehler ganz konkret an. Gleichzeitig sind wir aber auch gefragt, die Spieler zu stärken", sagte der gebürtige Darmstädter.

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