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Zahl der Einbrüche gesunken: Corona-Krisenzeit Ursache?

Berlin  

Zahl der Einbrüche gesunken: Corona-Krisenzeit Ursache?

24.10.2020, 08:32 Uhr | dpa

Zahl der Einbrüche gesunken: Corona-Krisenzeit Ursache?. Wohnungseinbruch

Ein "Einbrecher" blickt an einem Haus durch eine eingeschlagene Fensterscheibe. Foto: Daniel Maurer/dpa/Illustration (Quelle: dpa)

Immerhin einen positiven Effekt scheint die Corona-Pandemie zu haben: Die Zahl der Einbrüche in Wohnungen und Einfamilienhäuser in Berlin ist in diesem Jahr bislang zurückgegangen. In den ersten neun Monaten registrierte die Polizei 4373 Einbrüche, wie die Behörde auf Anfrage mitteilte. Das seien mehr als ein Fünftel (20,7 Prozent) weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum. Während des Lockdowns im Frühjahr war der Rückgang den Daten zufolge besonders deutlich: Im Zeitraum von Mitte März bis Ende Mai verzeichnete die Polizei knapp halb so viele Wohnraumeinbrüche wie im Jahr zuvor. Einfamilienhäuser habe es dabei noch weniger als Wohnungen getroffen.

Zum Sommer und Herbstbeginn wurden die Einbrecher wieder aktiver. Die Anzahl der Einbrüche sei aber immer noch gut 20 Prozent niedriger als im gleichen Vorjahreszeitraum gewesen, hieß es. Prinzipiell habe Corona zu keiner neuen Vorgehensweise der Einbrecher geführt: Weiterhin gelte, dass die Täter in der Regel Türen oder Fenster aufhebeln beziehungsweise das Glas angreifen, so die Polizei.

Auffällig sind hingegen die Zahlen von Keller- und Bodeneinbrüchen. Während des Lockdowns seien 4391 Fälle und damit 29,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum registriert worden, hieß es. Die Zahl entspreche aber nicht zwangsläufig einem genauso hohen Anstieg der tatsächlichen Einbrüche, erklärte ein Polizeisprecher auf Nachfrage. Viele Menschen seien im Frühjahr nämlich zu Hause geblieben und hätten ihre Keller und Dachböden öfter betreten. Viele hätten dabei Einbrüche bemerkt, die teils schon länger zurückgelegen hätten. Nach dem Lockdown gab es den Angaben nach etwas weniger Keller- und Bödeneinbrüche als im Vorjahreszeitraum.

Zum bundesweiten Tag des Einbruchschutzes an diesem Sonntag (25. Oktober) erinnerte die Polizei daran, dass fast die Hälfte der Einbrüche Versuche blieben und damit scheiterten. Die übliche Sonderberatung zum Einbruchschutz findet dieses Jahr wegen der Pandemie erstmals nicht statt.

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