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Geschäfte leiden unter Teil-Lockdown

Berlin  

Geschäfte leiden unter Teil-Lockdown

07.11.2020, 12:56 Uhr | dpa

Geschäfte leiden unter Teil-Lockdown. Checkpoint Charlie in Berlin

Der einstige Grenzkontrollpunkt "Checkpoint Charlie" ist am Morgen noch menschenleer. Foto: Kathrin Deckart/dpa (Quelle: dpa)

Seit rund einer Woche gilt in Berlin die neue verschärfte Corona-Verordnung. Museen, Theater, Kneipen und Bars sind seit vergangenem Montag geschlossen, Geschäfte weiter auf. Maskenpflicht und Abstandsregeln gelten schon lange. Am ersten Wochenende des Teil-Lockdowns ist die Zahl der Anzeigen durch die Polizei überschaubar geblieben.

"Wir haben am Samstag überwiegend regelkonformes Verhalten festgestellt", sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Die Polizei notierte tagsüber im Zusammenhang mit den Corona-Regeln 17 Ordnungswidrigkeiten. Hinzu kamen eine Strafanzeige wegen eines gefälschten Attests für die Befreiung vom Tragen eines Mund-Nase-Schutzes und eine weitere wegen Beleidigung.

Vom späten Nachmittag bis 2 Uhr am Sonntag war schon etwas mehr los: In Oberschöneweide beispielsweise löste eine gemeinsame Streife mit dem Ordnungsamt am Samstagabend eine Party mit 28 Menschen auf. In dem Wohnhaus wurden außerdem 13 weitere bei einem mutmaßlich verbotenen Glücksspiel erwischt. Alle erhielten Anzeigen wegen des Verdachts auf einen Verstoß gegen die Infektionsschutzverordnung.

Am U-Bahnhof Wittenau kassierten elf Menschen eine Anzeige, weil sie Mund und Nase nicht bedeckt hatten, am U-Bahnhof Hermannplatz fielen zwei Verstöße auf. Eine Gesamtzahl der Ermahnungen konnte die Polizei für Berlin nicht nennen. Spezielle Schwerpunktkontrollen in der Gastronomie habe es nicht gegeben, sagte der Polizeisprecher.

In Hotellerie und Gastronomie sieht es nach der ersten Woche mit verschärften Regeln schlecht aus: In den Berliner Hotels sei die Situation derzeit unterirdisch, sagte Thomas Lengfelder, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) Berlin, am Samstag. Die Belegung sei häufig unter zehn Prozent. "Es ist deprimierend", so Lengfelder. Seit Montag dürfen Hotels und Pensionen keine Touristen mehr beherbergen. Am Wochenende sei die Situation noch schlimmer, weil dann auch die Geschäftsreisenden nicht in Berlin seien.

Viele Berliner Restaurants nutzten die Möglichkeit, während des Teil-Lockdowns zumindest mit dem Außer-Haus-Geschäft etwas zu verdienen. An den Wochenenden machten vor allem Familien und Privatpersonen von dem Angebot Gebrauch, sich eine Mahlzeit mitzunehmen oder liefern zu lassen, während der Woche eher Geschäftsleute, sagte Lengfelder. Das könne aber nur ein Beitrag sein, die Kosten zu decken.

Seit Beginn des Teil-Lockdowns ist auch in vielen Berliner Geschäften weniger los. Das gilt auch fürs Wochenende. Steigt nicht die Lust aufs Shoppen, wenn vieles andere geschlossen ist? "Genau das Gegenteil ist der Fall", sagte der Hauptgeschäftsführer beim Gesamtverband des Berliner Einzelhandels, Nils Busch-Petersen, am Samstag.

Die Innenstadt besuchen, das heiße für viele Berliner, sich mit anderen zu treffen, mal einen Kaffee zu trinken, essen zu gehen. Wenn das alles wegfalle, leide darunter auch der Handel. Die vergangene Woche sei sehr schlecht gelaufen, sagte Busch-Petersen. "Und das Wochenende reißt da gar nichts raus."

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