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Keine Hoffnung auf Weihnachts-Corona-Lockerungen in Berlin

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Keine Hoffnung auf Weihnachts-Corona-Lockerungen in Berlin

02.12.2020, 21:06 Uhr | dpa

Keine Hoffnung auf Weihnachts-Corona-Lockerungen in Berlin. Michael Müller

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller. Foto: Christophe Gateau/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Trotz inzwischen wieder sinkender Corona- Infektionszahlen in Berlin können sich die Hauptstädter keine Hoffnung auf Lockerung der Beschränkungen zu Weihnachten machen. Zum einen verlängerten Bund und Länder den Teil-Lockdown am Mittwoch bis 10. Januar. Zum anderen bekräftigte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD), dass es in Berlin im Unterschied zu anderen Bundesländern über Weihnachten und Silvester keine Lockerung der Kontaktbeschränkungen für private Treffen geben wird.

"Im Grundsatz bleibt der Zustand, wie er jetzt ist", sagte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zur Verlängerung des Teil-Lockdowns mit der Schließung von Gaststätten, Kultur- und Freizeiteinrichtungen. Er gilt seit 2. November und war in der Vorwoche bundesweit zunächst bis 20. Dezember verlängert worden, in Berlin bis zum 22. Dezember.

Deutschland sei in der Corona-Pandemie noch "sehr weit entfernt" von Zielwerten, so Merkel nach einer Videoschalte mit den Länderchefs. Man habe eine sehr hohe Zahl von Todesopfern zu beklagen. Dies zeige, welche Verantwortung Bund und Länder hätten. Erreicht werden solle ein Wert von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, bekräftigte Merkel.

Müller verwies darauf, dass die Zahl der Neuinfektionen in Berlin seit einigen Tagen zurückgeht. Am Mittwoch lag die Zahl der Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen einer Woche laut Gesundheitsverwaltung bei 181,6. Zwischenzeitlich war der Wert weit über 200 geklettert. Müller sprach von einer positiven Tendenz. Aber: "Wir haben da noch viel zu tun", unterstrich er.

Daher könne es über Weihnachten zur Eindämmung der Corona-Pandemie auch keine Lockerung der Kontaktbeschränkungen für private Treffen geben. "Weil wir uns da im Moment aufgrund unserer Zahlen einfach nicht mehr zutrauen können", sagte Müller zur Begründung.

Über Weihnachten und Silvester erlaubt der Berliner Senat maximal fünf Personen bei privaten Zusammenkünften, Kinder im Alter bis 14 Jahren nicht mitgerechnet. Bund und Länder hatten hingegen in der Vorwoche für Treffen "im engsten Familien- oder Freundeskreis" vom 23. Dezember bis 1. Januar eine Obergrenze von zehn Personen plus Kinder bis 14 Jahren vereinbart.

Bereits seit Sonntag gelten in Berlin verschärfte Kontaktbeschränkungen analog zum Bund-Länder-Beschluss aus der Vorwoche. Private Zusammenkünfte mit Freunden, Verwandten und Bekannten sind auf maximal fünf Personen des eigenen und eines weiteren Haushalts beschränkt. Kinder bis 12 Jahren sind davon ausgenommen. Bund und Länder hatten eine Altersgrenze für Kinder von 14 Jahren vorgeschlagen. Nach dem Bund-Länder-Beschluss vom Mittwoch gilt diese Regel ab 2. Januar bis mindestens 10. Januar weiter.

Mit Blick auf die geplanten Massenimpfungen ab Ende Dezember oder Anfang Januar mahnte Müller beim Bund rasche Festlegungen zu den Rahmenbedingungen an. Viele Länder wie auch Berlin seien mit ihren Impfzentren schon gut vorbereitet. "Aber wichtig ist, dass wir hier gemeinsam dranbleiben." Nötig seien Regelungen zum Einladungssystem für die Betroffenen, das bundesweit einheitlich gestaltet werden soll. Hier brauchten die Länder schnelle Planungssicherheit. "Das macht sich nicht von alleine."

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