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Dardais schwerster Job: "Volles Vertrauen"

Berlin  

Dardais schwerster Job: "Volles Vertrauen"

25.02.2021, 14:29 Uhr | dpa

Dardais schwerster Job: "Volles Vertrauen". Hertha BSC

Berlins Trainer Pal Dardai gestikuliert. Foto: Soeren Stache/dpa POOL/dpa (Quelle: dpa)

Die Situation ist alarmierend, inzwischen fühlt sich Pal Dardai im schwersten Job seiner Karriere. Doch für Panik oder gar Aktionismus auf dem Spielermarkt sieht der Cheftrainer in seiner zweiten Amtszeit bei Hertha BSC keinen Grund. "Es ist sehr schwierig", erklärte der Ungar vor dem Spiel der Berliner in der Fußball-Bundesliga beim formstarken VfL Wolfsburg am Samstag (15.30 Uhr/Sky). Aber wenn er die jüngsten Auftritte seines Teams bewerte, habe er auch positive Dinge gesehen. "Irgendwann müssen Punkte kommen und ein Sieg. Wir haben unseren Plan", betonte Dardai am Donnerstag. Seit acht Partien hat Hertha nicht gewonnen und steht in der Tabelle auf Rang 15 punktgleich mit dem 16. Arminia Bielefeld.

Eine Rückholaktion des derzeit vereinslosen und deshalb verfügbaren Vedad Ibisevic, wie von die "Bild"-Zeitung ins Spiel gebracht, ist für Dardai und Sportdirektor Arne Friedrich keine Option. "Grundsätzlich ist Fakt: Der Kader für die Saison steht", sagte Friedrich. "Ich schließe das nicht aus", erklärte der jetzt 36 Jahre alte Ibisevic zu einer möglichen Rückkehr: "Hertha ist mir besonders ans Herz gewachsen", es sei gefühlt sein Verein.

"Vedad war unser Kapitän. Er ist ein super Typ. Manchmal telefonieren wir noch", bemerkte Dardai. Aber für einen Notnagel sei es nicht die Zeit: "In der hektischen Phase sollen wir nicht drüber reden. Wir haben volles Vertrauen in unsere Spieler und wollen sie nicht unsicher machen." Ibisevic hatte nach fünf Jahren im vergangenen Sommer bei Hertha keinen neuen Vertrag mehr bekommen. Bei Schalke 04 wurde der Bosnier zum Ende des vorigen Jahres suspendiert.

In Wolfsburg will Dardai wieder auf den nach langer Verletzungspause zurückkehrenden Mittelstürmer Jhon Cordoba setzen. "Wenn er fit ist und richtig top, macht er den Unterschied. Er hat eine positive Ausstrahlung", erklärte Dardai. Möglicherweise wird der Ex-Kölner Cordoba bei seinem Comeback gleich wieder in der Startelf stehen. Fehlen werden bei den Berlinern Jordan Torunarigha und Marvin Plattenhardt, die noch Trainingsrückstand haben, sowie die verletzten Dedryck Boyata und Mathew Leckie.

Dardai muss in den verbleibenden zwölf Spielen die Fehler ausgleichen, die der Hauptstadtclub zuvor bei der Kaderauswahl gemacht hatte. "Fehlende Führungsspieler, zu wenig Teamgeist und viele Sprachen in der Kabine - das war die Situation", sagte der Nachfolger von Trainer Bruno Labbadia dem "Kicker" (Donnerstag). Hertha habe vielleicht etwas zu schnell den Sprung schaffen wollen: "Aber es geht nicht einfach von 0 auf 100 - nicht in der Liebe und nicht im Fußball. Es muss sich entwickeln", ergänzte der 44-Jährige.

"Es ist für uns ein sehr gefährliches Jahr. Als ich in die Kabine kam, haben manche weder Deutsch noch Englisch gesprochen", berichtete der Ungar. Ohne Teamgeist und gemeinsame Sprache mache es aber gar keinen Sinn, über Taktik zu sprechen. Inzwischen sei das besser geworden. "Wir sind zusammengerückt. Unsere Basis ist sehr fest", lobte Dardai. Die Aufgabe sei "schwer, aber machbar."

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