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Drohmails an britischen Gesundheitsdienst: Drei Jahre Haft

Berlin  

Drohmails an britischen Gesundheitsdienst: Drei Jahre Haft

26.02.2021, 18:20 Uhr | dpa

Drohmails an britischen Gesundheitsdienst: Drei Jahre Haft. Eine Figur der Justitia steht neben einem Holzhammer und Akten

Eine Figur der Justitia steht neben einem Holzhammer und einem Aktenstapel. Foto: Volker Hartmann/dpa/Symbolbild (Quelle: dpa)

In Berlin ist ein 33-Jähriger wegen versuchter räuberischer Erpressung des britischen Nationalen Gesundheitsdienstes zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt worden. Im Urteil des Amtsgerichts Tiergarten hieß es am Freitag laut Mitteilung, der Mann habe in einer Mail im April 2020 angedroht, mit einer Bombe ein englisches Krankenhaus zu zerstören, wenn ihm nicht zehn Millionen britische Pfund in Bitcoin überwiesen werden.

Der Angeklagte, ein italienischer Staatsbürger mit Wohnsitz in der deutschen Hauptstadt, soll seine Forderungen in weiteren Mails bekräftigt haben. Darin habe er auch Zahlungsmodalitäten sowie Fristen festgelegt. Alternativ sei mit der Tötung von Politikern und Demonstranten gedroht worden.

In der Nacht zum 16. Juni 2020 wurde der Angeklagte von Spezialkräften in Berlin festgenommen, seitdem sitzt er in Untersuchungshaft. Mit Beschluss vom Freitag wurde er entlassen, muss sich zunächst aber zwei Mal in der Woche bei der Polizei melden.

Dem Prozess seien intensive Ermittlungen britischer und deutscher Strafverfolgungsbehörden vorangegangen, hieß es. Zeugen aus England wurden per Videovernehmung im Gerichtssaal gehört. Der Vorsitzende Richter betonte im Urteil, der britische Gesundheitsdienst sei der Zahlungsaufforderung zwar nicht nachgekommen, habe sie aber vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie durchaus ernst genommen.

Die Drohungen des Mannes seien massiv und die Geldforderung sehr hoch gewesen, hieß es. Für den Angeklagten habe aber gesprochen, dass er nicht die Mittel gehabt habe, um seine Drohungen wahr zu machen. Es sei ihm auch nicht nachgewiesen worden, dass er sie umsetzen wollte.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Es kann angefochten werden.

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