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Berlin: Youtuber-Schlägerei auf dem Alexanderplatz – Dauerarrest verhängt

Vorfall im März 2019  

Youtuber-Schlägerei auf dem Alexanderplatz – Dauerarrest verhängt

24.03.2021, 13:13 Uhr | dpa

Berlin: Youtuber-Schlägerei auf dem Alexanderplatz – Dauerarrest verhängt. Ein Einsatzwagen vor der Polizeiwache am Alexanderplatz (Symbolbild): Rund 300 Menschen waren hier vor zwei Jahren aufeinandergetroffen. (Quelle: imago images/A. Friedrichs)

Ein Einsatzwagen vor der Polizeiwache am Alexanderplatz (Symbolbild): Rund 300 Menschen waren hier vor zwei Jahren aufeinandergetroffen. (Quelle: A. Friedrichs/imago images)

Das Amtsgericht Tiergarten hat einen 20-Jährigen zu einer Woche Dauerarrest verurteilt. Er hatte sich vor zwei Jahren an einer Schlägerei bei einem Treffen zweier Youtuber-Gruppen auf dem Alexanderplatz beteiligt.

Nach einer Massenschlägerei bei einem Treffen zweier Youtuber-Gruppen auf dem Alexanderplatz in Berlin-Mitte ist ein 20-Jähriger zu einer Woche Dauerarrest verurteilt worden. Das Amtsgericht Tiergarten sprach ihn am Mittwoch der versuchten gefährlichen Körperverletzung schuldig. Der zweite Angeklagte, bei dem es sich um einen der beiden zerstrittenen Youtuber handelt, war nicht zur Verhandlung erschienen. Der 19-Jährige sei vor etwa zwei Wochen in Serbien festgenommen worden und befinde sich derzeit mit elektronischen Fußfesseln in Hausarrest, hieß es im Prozess.

Das Treffen am 21. März 2019 war laut Ermittlungen in den sozialen Netzwerken umfassend angekündigt worden. Am späten Nachmittag hätten sich etwa 300 Personen auf dem Alexanderplatz versammelt, so die Anklage. Der 19-Jährige habe dem aus Süddeutschland angereisten Kontrahenten "unvermittelt mindestens einmal mit der Faust in das Gesicht geschlagen". Das Gericht trennte das Verfahren gegen den jungen Mann nun zur gesonderten Verhandlung ab.

Angeklagter: "Mein Gedächtnis ist nicht so gut"

Der Staatsanwalt sagte, auch der 20-jährige Angeklagte habe in einem Video aufgefordert, zu dem Treffen zu kommen. Es sei "an der Grenze zu Landfriedensbruch" gewesen. Auf einem anderen Video sei zu sehen, wie er einen Mann in den Schwitzkasten genommen habe, in dessen Richtung eine bislang unbekannte Person geschlagen habe. Es sei keine "Spaßveranstaltung" gewesen. Etwa 100 Polizisten waren im Einsatz.

Der 20-Jährige erklärte, an das damalige Geschehen könne er sich kaum erinnern. "Mein Gedächtnis ist nicht so gut", sagte der Angeklagte. Mit der Verabredung habe er nichts zu tun. Er wisse auch nicht, worum es in dem Konflikt der beiden Youtuber gegangen sei. Der Verteidiger sagte, auf Videoaufnahmen sei nicht zu erkennen, "wer wehrt sich und wer greift an".

Der Staatsanwalt beantragte die Verhängung von zwei Wochen Dauerarrest gegen den 20-Jährigen. Der Verteidiger plädierte auf Freispruch. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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