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Amtsarzt plädiert für Schulöffnung in Berlin

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Amtsarzt plädiert für Schulöffnung in Berlin

08.04.2021, 11:08 Uhr | dpa

Amtsarzt plädiert für Schulöffnung in Berlin. Nicolai Savaskan

Nicolai Savaskan, Leiter des Gesundheitsamtes Neukölln, steht vor dem Gesundheitsamt. Foto: Jörg Carstensen/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Neuköllns Amtsarzt Nicolai Savaskan hat sich für eine Öffnung von Berlins Schulen nach den Osterferien ausgesprochen. "Bei Fragen der Öffnung geht es um eine Nutzen- und Schadensabwägung", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. "Da ist nach jetziger Studienlage ganz klar, dass der Benefit für Schülerinnen und Schüler und das soziale Wohl in den Familien höher ist als der mögliche Schaden durch das höhere Infektionsrisiko." Savaskan empfahl Eltern von Schulkindern regelmäßige kostenlose Schnelltests. "Durch die nun dominierende Virus-Variante B 1.1.7. scheint die Übertragung von Jüngeren zu Älteren erhöht zu sein." Das sei ein Unterschied zum vergangenen Jahr. Auch Geschwisterkinder sollten mitgetestet werden.

Grundsätzlich gebe es in Schulen in der Pandemie eine Risikosituation, sagte Savaskan. "Die Problematik, die wir bei viralen Infektionskrankheiten immer haben, sind viele Menschen auf engem Raum." Der Vorteil im Schulsetting sei aber, dass dort früher als anderswo Test- und Kontrollsysteme eingeführt worden seien. "Die Schulen können sich ein Schutzschild aufbauen", sagte Savaskan. Die Antwort auf das Risiko müsse eine engmaschige Testung sein. Dazu kämen jetzt Impfangebote an Lehrerinnen und Lehrer.

Die Rückkehr zur Notbetreuung in Kitas hält Savaskan dagegen für hilfreich. Die Verunsicherung unter Erzieherinnen und Erziehern sei größer als die bei Lehrern. "Weil die Kontaktnähe in Kitas enger und weniger steuerbar ist." Schon bei Grundschülern gebe es eine bessere Auffassungsgabe und auch eine höhere soziale Kompetenz.

Amtsärzte mit ihren Erfahrungen in der Pandemie würden vor politischen Entscheidungen auf der Berliner Landesebene nach wie vor nicht einbezogen, kritisierte Savaskan. "Obwohl die Daten für das Robert Koch-Institut letztendlich aus den Gesundheitsämtern kommen."

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