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Union-Manager Ruhnert: "Wir wollen auch nicht rumspinnen"

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Union-Manager Ruhnert: "Wir wollen auch nicht rumspinnen"

11.04.2021, 12:40 Uhr | dpa

Union-Manager Ruhnert: "Wir wollen auch nicht rumspinnen". Union-Geschäftsführer Oliver Ruhnert

Union-Geschäftsführer Oliver Ruhnert. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Urs Fischer war gut drauf, er lachte und scherzte. "In Stein gemeißelt ist es noch nicht ganz", sagte er am Sonntag - und meinte den Verbleib des 1. FC Union Berlin in der Fußball-Bundesliga. Tabellensiebter sind die Eisernen, 40 Punkte haben sie nach 28 Spielen nun geholt.

Fischer bemängelte aber auch die "unpräzise" und "hektische" Spielweise seiner Mannschaft einen Tag vorher. Beim Spiel in München, bei dem die Eisernen in ihrem zweiten Bundesliga-Jahr dem deutschen Rekordmeister FC Bayern ein 1:1 (0:0) abgetrotzt hatten. Immerhin sagte er direkt nach der Partie: "Ein Punkt bei den Bayern, ein tolles Resultat, glaube ich, da müssen wir uns freuen."

Dass die Unioner nach dem Ausgleich durch Marcus Ingvartsen in der 85. Minute gegen die mächtigen Bayern in dieser Saison ungeschlagen geblieben und weiter mit guten Aussichten auf einen internationalen Startplatz in der kommenden Spielzeit sind, kann weder den Schweizer Fischer, noch den Westfalen Ruhnert zu kernig-hochmütigen Kampfansagen bewegen.

"Wir wollen auch nicht rumspinnen, alles top", sagte der Geschäftsführer Profifußball. "Wenn jemand das nächste Ziel benennt, dann ist das der Verein", sagte der Trainer. Immerhin ergänzte der 55-Jährige: "Wir stehen relativ gut im Moment in der Tabelle und wir werden alles versuchen, so weit wie möglich oben zu bleiben." Dabei will auch er nicht von der Devise abrücken, von Spiel zu Spiel zu denken.

"Wir müssen nur nach oben gucken, gegen wen wir noch spielen", betonte Ruhnert mit Verweis auf das Restprogramm, das so aussieht: Daheim gegen den VfB Stuttgart, auswärts gegen Borussia Dortmund, daheim gegen Werder Bremen, auswärts gegen den VfL Wolfsburg und auswärts gegen Bayer 04 Leverkusen, ehe am 34. und letzten Spieltag RB Leipzig zu Gast im Stadion An der Alten Försterei sein wird. Vier Teams liegen derzeit vor Union, eines knapp dahinter. Es ist noch alles möglich.

"Normalerweise muss man sagen, in der Bundesliga sind fast die ersten sechs, sieben Plätze im Regelfall vergeben", betonte Ruhnert. "Von daher ist das, was wir gerade spielen, so die Meisterschaft der anderen Vereine, hätte ich fast gesagt."

Dass Union Berlin auch nach dem finalen Spieltag auf Platz sieben sei und damit womöglich für die neue Conference League qualifiziert wäre, "das ist eigentlich unvorstellbar", sagte er. Sollte es aber so kommen, würden sie sich in Berlin "wahrscheinlich auch absolut" freuen, so etwas erreicht zu haben.

Vielleicht gibt ja sogar dieser Punkt gegen die Bayern am Ende den Ausschlag. "Für uns ist das vielleicht ein Datum, das für Club 1. FC Union Berlin ein bisschen historisch wird, weil einen Punkt beim FC Bayern München zu holen, das kann auch die nächsten 25 Jahre nicht mehr passieren", sagte Ruhnert.

Am Samstag verdienten sich die Unioner den Zähler redlich. In der ersten Halbzeit ließen sie nicht einen Schuss der Bayern auf das Gäste-Tor zu. Die Bayern-Serie mit mindestens einem Treffer konnten sie aber nicht stoppen, Jamal Musiala war in der 68. Minute mit einem sehenswerten Tor zur Stelle gewesen - zum 64. Mal in Serie trafen die Bayern nun in einem Pflichtspiel.

Union gab aber nicht auf. "Wenn man gegen Bayern einen Punkt holt, hat man viel aufgewendet und viel gekämpft", sagte Kapitän Christopher Trimmel, der sich in der Partie vermutlich einen Nasenbeinbruch zugezogen hatte: "Es war ein anstrengender, am Ende aber doch erfolgreicher Tag."

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