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IG Metall ruft erneut zu Warnstreiks in Berlin auf

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IG Metall ruft erneut zu Warnstreiks in Berlin auf

21.04.2021, 05:20 Uhr | dpa

IG Metall ruft erneut zu Warnstreiks in Berlin auf. Das Logo der IG Metall hängt über einer Bühne

Das Logo der IG Metall hängt über einer Bühne. Foto: Daniel Karmann/dpa/Symbolbild (Quelle: dpa)

Die Industriegewerkschaft Metall Berlin pocht weiter auf eine Angleichung der Arbeitszeiten zwischen Ost und West und hat für Mittwoch zum Warnstreik in der Hauptstadt aufgerufen. Beteiligen sollen sich die Beschäftigten der Industrieunternehmen Siemens Mobility, GE Power und Thales. Erwartet wird auch der frühere Fraktionschef der Linken, Gregor Gysi.

Die Gewerkschaft wirft den Firmen vor, je nach Lage des Standorts unterschiedliche Gehälter zu zahlen. Nach wie vor gilt in ostdeutschen Bundesländern in der Metall- und Elektroindustrie die 38-Stunden-Woche, während diese im Westen tariflich schon lange auf 35 Stunden gesenkt worden ist.

"Diese Spaltung in besser und schlechter behandelte Beschäftigte in unserer Stadt akzeptieren wir nicht", sagte Regina Katerndahl, Zweite Bevollmächtigte der IG Metall Berlin, am Dienstag. "Daher werden wir unsere Kolleginnen und Kollegen in den kommenden Tagen immer wieder zu Warnstreiks und Aktionen aufrufen."

In den Tarifverhandlungen der Metall- und Elektroindustrie hatte es bereits Ende März einen Pilotabschluss in Nordrhein-Westfalen gegeben. Die Vereinbarung sieht zusätzliche Möglichkeiten für eine Arbeitszeitverkürzung mit einem teilweisen Lohnausgleich vor. Zudem wurde eine Corona-Prämie in Höhe von 500 Euro beschlossen. Kernpunkt der Vereinbarung ist aus Sicht der Gewerkschaft ein sogenanntes Transformationsgeld, das über die jährlichen Sonderzahlungen finanziert werden soll. Es entspricht einer Tarifsteigerung von 2,3 Prozent.

Weitere Regionen haben den Abschluss in weiten Teilen bereits übernommen. In den ostdeutschen Bundesländern fordert die IG Metall aber eine Lösung der seit vielen Jahren ungeklärten Frage der Arbeitszeitangleichung. Das Arbeitsgericht in Leipzig hatte am vergangenen Donnerstag Warnstreiks in Sachsen und Brandenburg untersagt. Die Entscheidung war aber vom Landesarbeitsgericht in Chemnitz abgeändert worden. An diesem Mittwoch soll es neben Berlin auch in Brandenburg und Sachsen zu Gewerkschaftsaktionen kommen.

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