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Knapp 3,5 Millionen Arbeitsstunden hinter Gittern geleistet

Berlin  

Knapp 3,5 Millionen Arbeitsstunden hinter Gittern geleistet

09.05.2021, 09:28 Uhr | dpa

In den Berliner Gefängnissen haben Inhaftierte im Corona-Jahr 2020 knapp 3,5 Millionen Arbeitsstunden absolviert. Das seien etwa 5,7 Prozent weniger gewesen als 2019, teile die Senatsverwaltung für Justiz auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. An den Arbeitsstellen hinter Gittern sowie den Plätzen für Qualifizierung gelten demnach strenge Hygieneregeln und Infektionsschutz.

In den Gefängnissen arbeiteten Insassen etwa in rotierenden Teams. Sie sind beispielsweise in der Kfz-Werkstatt, Bäckerei, Glaserei, Buchbinderei, Druckerei, Gärtnerei, Polsterei und als Maler beschäftigt. Es sei nur punktuell zu Einschränkungen in den Arbeitsbetrieben gekommen, hieß es. Jedoch musste zu Beginn der Pandemie die schulische und berufliche Qualifizierung von Inhaftierten durch externe Kräfte zeitweise ausgesetzt werden. Der Bereich sei aber weitgehend aufrecht erhalten worden.

Allerdings konnten die von Gefangenen hergestellten Produkte wie früher bei Besuchertagen nicht verkauft werden, so dass die Einnahmen zurückgingen. Auch Dienstleistungsaufträge etwa für die Autowerkstatt konnten nicht angenommen werden, sagte ein Sprecher.

Auch wenn Arbeitszeiten wegen Corona verkürzt werden mussten oder Beschäftigung vorübergehend wegfiel, sei das nicht zu Lasten der Gefangenen gegangen, betonte die Justizverwaltung. Weiter vergütet wurden demnach die übliche Arbeitszeit und der Grundlohn je Vergütungsstufe. In der niedrigsten Stufe bekommen Gefangene laut Justiz 10,66 Euro pro Tag, in der höchsten Stufe sind es 17,77 Euro pro Tag bei einer Arbeitszeit von 7,4 Stunden.

In den Küchen seien die Hygieneregeln ganz besonders streng, hieß es. Dort beschäftigte Gefangene würden extra untergebracht, um Kontakte innerhalb der Anstalt weitestgehend zu minimieren. Sowohl bei den Bediensteten als auch bei den Gefangenen seien Präsenzteams gebildet worden, die regelmäßig wechselten.

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