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Elternvertreter erwarten Probleme beim Kita-Regelbetrieb

Berlin  

Elternvertreter erwarten Probleme beim Kita-Regelbetrieb

12.05.2021, 11:35 Uhr | dpa

Elternvertreter erwarten Probleme beim Kita-Regelbetrieb. Kita-Betrieb

Jacken und Rucksäcke hängen in einer Kita. Foto: Caroline Seidel/dpa/Symbol (Quelle: dpa)

Nach Einschätzung von Berliner Elternvertretern ist bei der geplanten Ausweitung der Kita-Betreuung mit Problemen zu rechnen. Der Senat hatte am Dienstag beschlossen, dass die Notbetreuung ab Montag (17. Mai) endet und "eingeschränkter Regelbetrieb" angeboten wird. Die Liste systemrelevanter Berufe für Eltern mit Betreuungsanspruch spielt dann keine Rolle mehr. "Natürlich freuen wir uns, dass jetzt alle Kinder wieder ein Angebot bekommen", sagte die Vorsitzende des Landeselternausschusses Kindertagesstätten, Nancy Schulze, am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. "Wir glauben aber, dass es noch nicht für alle Kinder klappen wird, weil die Entscheidung sehr kurzfristig gefallen ist."

Beim "eingeschränkten Regelbetrieb" sollen die Eltern ihren Betreuungsbedarf auf den notwendigen Umfang beschränken und mit den Kitas abstimmen. Viele Einrichtungen seien aber noch nicht darauf vorbereitet, grundsätzlich wieder alle Kinder aufzunehmen, so dass die höhere Auslastung nicht gestemmt werden könne, sagte Schulze.

Aus Sicht der Landeselternvertretung fehlt außerdem eine Teststrategie für die Kinder. "Es wird noch Eltern geben, die immer noch Bedenken haben, weil die Tests nur anlassbezogen gemacht werden." Mehr Sicherheit, Infektionen schnell zu entdecken, sei durch regelmäßige Tests möglich, sagte Schulze, am besten zweimal in der Woche wie in der Schule.

Nach Angaben der Bildungsverwaltung stehen für Kita-Mitarbeiter zusätzliche 300 000 Tests zur Verfügung sowie 500 000 Selbsttests für Kinder. Schulze kritisierte, die Stäbchentests für die Kinder seien nicht für alle geeignet. Besser wären Lollitests, bei denen mit einer größeren Akzeptanz zu rechnen sei.

Scharfe Kritik gab es vonseiten der Gewerkschaft: "Uns stellt sich einmal mehr die Frage, warum die Senatsverwaltung nicht abwarten konnte, bis alle Kolleginnen und Kollegen eine Impfung erhalten haben", so die Vorsitzende der GEW Berlin, Doreen Siebernik, am Dienstag. Sie bemängelte außerdem, die Erzieherinnen und Erzieher seien nicht in die Planung der Kitaöffnung einbezogen worden. Sie müssten nun weiterhin in zu kleinen Räumen mit zu vielen Kindern ein Bildungsangebot gestalten. "Und sie werden sich weiterhin fragen, ob sich überhaupt jemand für ihre Situation interessiert."

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