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Impfungen in Flüchtlingsunterkünften werden fortgesetzt

Berlin  

Impfungen in Flüchtlingsunterkünften werden fortgesetzt

12.05.2021, 12:14 Uhr | dpa

Impfungen in Flüchtlingsunterkünften werden fortgesetzt. Impfung

Eine Mitarbeiterin des Impfteams überprüft eine Spritze. Foto: Thomas Frey/dpa Pool/dpa/Symbolbild (Quelle: dpa)

Die Corona-Impfungen in Berliner Unterkünften für Flüchtlinge werden fortgesetzt. Seit Mittwoch seien dort wieder mobile Impfteams im Einsatz, sagte der Sprecher der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales, Stefan Strauß, am Mittwoch auf Anfrage. Dabei werde ab sofort der Impfstoff von Biontech/Pfizer genutzt. Die Sozialverwaltung hatte am Montag angekündigt, die Impfungen für Geflüchtete vorerst einzustellen.

Dafür wurde bis dahin der Impfstoff von Johnson & Johnson verwendet, der in Deutschland inzwischen in der Regel nur noch bei Menschen ab 60 Jahren genutzt werden soll. Hintergrund sind Hinweise auf mögliche Risiken. Ähnlich wie bei dem Impfstoff von Astrazeneca war es in sehr seltenen Fällen zu Hirnvenenthrombosen im Zusammenhang mit einer Impfung gekommen. Die Ständige Impfkommission empfahl das Präparat daraufhin für Personen im Alter über 60 Jahren.

Strauß sagte, auch die Aufklärungskampagne in den Unterkünften des Landesamts für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) gehe weiter. So sollen dort Ärztinnen und Ärzte der Charité in mehreren Sprachen über die Corona-Impfungen informieren.

Sozialsenatorin Elke Breitenbach (Linke) hatte am Donnerstag im Abgeordnetenhaus auf Hindernisse beim Impfen von Flüchtlingen in Berlin hingewiesen. Es gebe wie in anderen Bevölkerungsgruppen zum Teil Vorbehalte gegen die Immunisierung. Gerüchte und Falschinformationen etwa aus den sozialen Medien sorgten für zusätzliche Verunsicherung. Häufig sei Aufklärung dann nur in der Muttersprache der Flüchtlinge möglich.

Wie die Sozialverwaltung am Mittwoch mitteilte, laufen die Impfungen in den Einrichtungen der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen weiter. Auch dort sind mobile Impfteams im Einsatz. Derzeit gibt es etwa 800 Impfungen pro Tag mit sogenannten mRNA–Impfstoffen - also denen der Hersteller Biontech/Pfizer und Moderna. In der kommenden Woche stehen der Senatsverwaltung zufolge täglich bis zu 900 Impfdosen zur Verfügung.

Bereits in der letzten Aprilwoche sind rund 3000 obdachlose Menschen in Einrichtungen der Berliner Wohnungslosenhilfe und in Tagestreffs geimpft worden. Auch in Unterkünften für kranke und pflegebedürftige wohnungslose Menschen hat es laut der Sozialverwaltung Impfungen gegeben. Weitere Impfungen durch mobile Impfteams für wohnungslose Menschen sind geplant.

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