Sie sind hier: Home > Regional > Berlin >

Kokain per Lieferservice: Mutmaßliche Bande vor Gericht

Berlin  

Kokain per Lieferservice: Mutmaßliche Bande vor Gericht

12.05.2021, 17:25 Uhr | dpa

Kokain per Lieferservice: Mutmaßliche Bande vor Gericht. Landgericht

Der Eingang des Kriminalgerichts Moabit. Foto: Fabian Sommer/dpa/archivbild (Quelle: dpa)

Berlin (dpa/bb) – Mit sogenannten Koks-Taxis sollen sie in Berlin Drogenportionen ausgeliefert haben: Gegen sechs Männer und zwei Frauen hat am Mittwoch am Landgericht der Hauptstadt der Prozess um einen "Kokain-Lieferservice" begonnen. Fast täglich soll die Gruppierung im vergangenen Jahr auf Bestellung Rauschgift zu Abnehmern gebracht haben. Sechs der 26- bis 45-Jährigen sollen als Bande agiert haben, zwei Mitangeklagten wird Beihilfe vorgeworfen. Die Verteidiger eines 26-Jährigen sowie die Anwälte einer 42-Jährigen kündigten an, dass sich ihre Mandanten äußern werden. 

Vier der Angeklagten - drei Männer und eine Frau - befinden sich seit Dezember in Untersuchungshaft. Darunter befindet sich auch ein 41-Jähriger, der als Kopf der mutmaßlichen Bande gilt. Er sei insbesondere für den Einkauf des Kokains sowie die Anwerbung und Anweisung von Auslieferungsfahrern zuständig gewesen, heißt es in der Anklage. Der 41-Jährige habe auch Arbeitszeiten festgelegt und über "Arbeitshandys" Kurierfahrten koordiniert. Zwischen Januar und Dezember 2020 habe er zudem "an 142 Tagen Kokaingemisch für mindestens 271 Bestellungen ausgeliefert", so die Anklage.

Die Gruppierung soll im Tatzeitraum insgesamt rund zwei Kilogramm Kokaingemisch verkauft haben. Der Preis für ein halbes Gramm habe laut Anklage 50 Euro betragen. Rauschgift sei in einer Wohnung im Stadtteil Wedding gebunkert worden. 

Ermittler des Zollfahndungsamtes Berlin-Brandenburg und des Landeskriminalamtes Berlin hatten das mutmaßliche Drogen-Vertriebsnetz Anfang Dezember stillgelegt. Bei 15 Durchsuchungen habe ein Großaufgebot der Polizei und des Zolls in einem als Drogenversteck dienenden Auto über 400 für den Verkauf portionierte Einheiten mit Kokain entdeckt, hieß es damals. 

Für den 41-jährigen Hauptangeklagten erklärte ein Verteidiger, es stehe noch nicht fest, ob sich sein Mandant äußern werde. Der Prozess wegen bandenmäßigen Drogenhandels und Beihilfe dazu wird am 31. Mai fortgesetzt. 

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
10-Tages-Vorhersage

Weltbild.detchibo.deOTTODeichmannbonprix.deLIDLBabistadouglas.deamazon.de

shopping-portal