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Hertha auf letzter Rille zur Rettung

Berlin  

Hertha auf letzter Rille zur Rettung

14.05.2021, 14:23 Uhr | dpa

Hertha auf letzter Rille zur Rettung. Hertha BSC

Herthas Trainer Pal Dardai gibt Anweisungen an der Seitenlinie. Foto: Martin Meissner/AP-Pool/dpa (Quelle: dpa)

Die Rettung ist nah für Hertha BSC. Doch Arne Friedrich warnt bei den erschöpften und dennoch euphorisierten Berlinern vor dem möglicherweise schon entscheidenden Kellerduell gegen den 1. FC Köln vor jeder Sorglosigkeit. "Wir müssen aufpassen, dass wir nicht zu froh, zu locker in die Partie gehen", sagte der Sportdirektor.

Man müsse "alle Antennen gespitzt haben", forderte der ehemalige Fußball-Nationalspieler einen weiteren Kraftakt im Nerven raubenden Saison-Schlussspurt am Samstag (15.30 Uhr/Sky) im Olympiastadion.

Friedrich war bei der digitalen Pressekonferenz der Hertha der Mahner und Bremser. Trainer Pal Dardai übernahm die Rolle des Motivators und Optimisten. Rechenspiele, weil eventuell schon ein Remis reichen könnte? "Wir spielen immer auf Sieg. Von mir werden sie das nicht hören", schloss Dardai taktisches Geplänkel aus.

Was über das anhaltende Krisengerede in der Hauptstadt zuletzt unterging. Seit sieben Spielen hat Hertha nicht mehr verloren, auch die zweiwöchige Corona-Quarantäne erwies sich im Nachhinein zumindest für das Teamgebilde als Vorteil. Endlich ist die Hertha eine Mannschaft. Doch diese Mannschaft bricht nun wegen Verletzungen und Sperren wieder auseinander.

Die Personalnot wird immer größer. Vor dem Köln-Spiel bangen die Berliner nun auch noch um Nachwuchsstürmer Jessic Ngankam. Der 20-Jährige laboriert nach seinem Siegtreffer zum 2:1 bei Schalke 04 am Mittwoch an Knieproblemen, wie Dardai am Freitag berichtete. Ob Ngankam am Samstag auflaufen kann, entscheidet sich wie auch bei Routinier Sami Khedira nach dessen Wadenverletzung erst durch die letzten Trainingseindrücke.

Verzichten muss Dardai gleich auf acht Startelf-Kandidaten, darunter in Jhon Cordoba, Krzysztof Piatek, Matheus Cunha und Dodi Lukebakio praktisch auf die komplette etatmäßige Offensivabteilung. Auch Mittelfeldantreiber Vladmir Darida ist gesperrt. Maximilian Mittelstädt kann nach seiner Gehirnerschütterung frühestens im letzten Saisonspiel bei der TSG 1899 Hoffenheim mitspielen. Für Mattéo Guendouzi und Luca Netz ist die Saison nach Fußbrüchen schon vorbei.

Mit einem Sieg würden die Berliner den Klassenverbleib am 33. Spieltag perfekt machen. Möglicherweise reicht sogar ein Remis schon zur Rettung. Da kann durchaus mal über die nächste Spielzeit nachgedacht werden. Friedrich sprach sich im Fall des Klassenerhalts für Dardai als Chefcoach auch in der kommenden Saison aus.

"Wenn wir in der Klasse bleiben, brauchen wir nicht groß über andere Themen sprechen", sagte er. Dardai hatte im Januar den Posten als Chefcoach zum zweiten Mal übernommen. Er hat einen Vertrag bis 2022, der allerdings angeblich an eine Punktausbeute geknüpft sein soll. Diese hatte der Verein bislang nicht kommentiert.

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