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Verein und Bezirk: Jugendzentrum Potse vorerst nicht geräumt

Berlin  

Verein und Bezirk: Jugendzentrum Potse vorerst nicht geräumt

19.05.2021, 13:23 Uhr | dpa

Verein und Bezirk: Jugendzentrum Potse vorerst nicht geräumt. Das Jugendzentrum Potse

Die Außenfassade des Jugendzentrums "Potse" an der Pallasstraße. Foto: Paul Zinken/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Fast in letzter Minute ist die drohende Räumung des Jugendzentrums Potse in Berlin-Schöneberg vorerst vom Tisch. Der für diesen Mittwoch geplante Termin werde ausgesetzt und frühestens auf Juli verschoben, teilte das selbstverwaltete Jugendzentrum am Montag mit. Das sei das Ergebnis langwieriger Verhandlungen mit dem Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg. Der Potse-Verein habe eine Sicherheitsleistung von 10.000 Euro aufgebracht.

Das Landgericht hatte im vergangenen Sommer entschieden, dass das Projekt die besetzten Räume verlassen müsse. In der Potse und im ebenfalls selbstverwalteten Jugendzentrum Drugstore fanden regelmäßig Punkkonzerte statt. Ein neuer Eigentümer des Hauses hatte dem langjährigen Jugendclub gekündigt. Immer wieder demonstrierten junge Menschen für den Erhalt der Potse, zeitweise gab es auch Besetzungen anderer Räume. Die Forderung war, die Potse erst zu verlassen, wenn es adäquate Ersatzräume gibt.

Mit der Sicherheitsleistung sei Zeit gewonnen worden, um das mögliche Ersatzobjekt im alten Tempelhofer Flughafen genauer zu prüfen und feste Verträge für den Einzug von Drugstore und Potse auszuarbeiten. "Die Kollektive von Drugstore und Potse geben nicht auf, sich für neue Räume für selbstverwaltete Jugendarbeit einzusetzen", hieß es. Das Bezirksamt wolle das Geld erst erst dann zurückzahlen, wenn die bisherigen Räume frei werden.

Der Jugendstadtrat des Bezirks, Oliver Schworck (SPD) zeigte sich erleichtert. Er unterstütze weiter das Vorhaben des Senats, dem Jugendzentrum die "Zollgarage" auf dem Flughafengelände zur Verfügung zu stellen, sagte Schworck der dpa. Er habe schon Anfang Mai eine Verpflichtung zur Übernahme der Mietkosten für das Objekt unterzeichnet und dem Senator für Stadtentwicklung und Wohnen, Sebastian Scheel (Linke) übergeben. Der Senat könne nun eine Vereinbarung mit dem Jugendzentrum zur Nutzung der Räume schließen.

Die Berliner Grünen-Bundestagsabgeordnete Canan Bayram twitterte, der Kampf gegen Verdrängung und für den Erhalt der Potse habe Früchte getragen.

(HINWEIS: Berichtigung der Meldung vom 17. Mai 2021: Dort war die Potse als Kneipe bezeichnet worden. Tatsächlich handelt es sich um eine Jugendeinrichtung, was nun klargestellt wird.)

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