Nachrichten
Wir sind t-online

Mehr als 150 Journalistinnen und Journalisten berichten rund um die Uhr fĂŒr Sie ĂŒber das Geschehen in Deutschland und der Welt.

Wie MĂ€nner die Not von jungen Ukrainerinnen ausnutzen

Von Jannik Laekamp

Aktualisiert am 10.03.2022Lesedauer: 2 Min.
Ein Bundespolizist und ukrainische FlĂŒchtlinge am Berliner Hauptbahnhof: In mehreren FĂ€llen haben die Beamten verdĂ€chtige MĂ€nner des Platzes verwiesen.
Ein Bundespolizist und ukrainische FlĂŒchtlinge am Berliner Hauptbahnhof: In mehreren FĂ€llen haben die Beamten verdĂ€chtige MĂ€nner des Platzes verwiesen. (Quelle: Jochen Eckel/imago-images-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild fĂŒr einen TextKubicki: "Scholz ist keine Wurst"Symbolbild fĂŒr einen Text"China verschĂ€rft die Lieferprobleme"Symbolbild fĂŒr einen TextDrosten rechnet mit Expertenrat abSymbolbild fĂŒr einen TextDiese Tricks entlarven einen TachobetrugSymbolbild fĂŒr einen TextGericht prĂŒft Klage gegen BoatengSymbolbild fĂŒr einen TextVW-Chef zĂ€hlt VfL Wolfsburg anSymbolbild fĂŒr einen TextDiese TĂŒcken hĂ€tte ein ÖlembargoLive: Klopp will mit Liverpool ins FinaleSymbolbild fĂŒr einen TextHepatitis: Immer mehr Kinder infiziertSymbolbild fĂŒr einen Text"Bauer sucht Frau"-Star ĂŒber GewichtSymbolbild fĂŒr einen Watson TeaserDieter Bohlen trifft sich mit Erotik-Influencerin

Immer wieder werden junge Frauen aus der Ukraine am Berliner Hauptbahnhof belĂ€stigt. MĂ€nner bieten ihnen Übernachtungsmöglichkeiten und Geld an – aber nicht aus NĂ€chstenliebe.

Unseriöse oder kriminelle Hilfs- und Wohnungsangebote an geflĂŒchtete Frauen aus der Ukraine sorgen fĂŒr erhöhte Aufmerksamkeit der Polizei am Berliner Hauptbahnhof. Die Bundespolizei warnte auf Twitter vor "auffĂ€lligen Übernachtungsangeboten".

"Es gibt immer wieder Leute, die die Situation missbrauchen", so Aaron, ein freiwilliger Helfer vor Ort. Mehrere FĂ€lle hĂ€tten seine ehrenamtlichen Kollegen auch schon verhindert. "Dies ist kein Supermarkt fĂŒr Menschen."

Empfohlener externer Inhalt
Twitter

Wir benötigen Ihre Zustimmung, um den von unserer Redaktion eingebundenen Twitter-Inhalt anzuzeigen. Sie können diesen (und damit auch alle weiteren Twitter-Inhalte auf t-online.de) mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder deaktivieren.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen ĂŒbermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Die zumeist Ă€lteren MĂ€nner bieten angekommenen Frauen, die alleine reisen oder Kinder dabei haben, eine Unterkunft oder Mitfahrgelegenheit an. Oftmals wollen sie den Frauen zusĂ€tzlich Geld geben. "Außerdem sprechen sie nicht alle Frauen an, sondern nur welche, die bestimmte Kriterien erfĂŒllen", so eine Sprecherin der Berliner Bundespolizei. "Das ist ein höchst dubioses Angebot."

Berlin: VerdÀchtiger wegen sexueller Nötigung polizeibekannt

Insgesamt bewegen sich die Fallzahlen im niedrigen zweistelligen Bereich, oft handelt es sich um EinzelfĂ€lle, so die Sprecherin. Dennoch gab es allein am vergangenen Montag drei VorgĂ€nge, bei denen die Polizei aktiv wurde. Ein 55-jĂ€hriger Mann bot besonders jungen Frauen eine Mitfahrgelegenheit nach Hamburg an. Sein Verhalten fiel auf, die Polizei befragte ihn. Dabei verstrickte er sich in WidersprĂŒche. Der Mann war bereits wegen sexueller Nötigung polizeibekannt.

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Anflug von russischem MilitÀrflugzeug alarmiert Luftwaffe
Ein Eurofighter in der Luft: In Mecklenburg-Vorpommern wurde ein russisches MilitÀrflugzeug gesichert.


Auch ein 29-JĂ€hriger und sein 21 Jahre alter Freund wurden von der Polizei kontrolliert. Helfer vor Ort hatten die Beamten auf die MĂ€nner aufmerksam gemacht und bis zu ihrem Wagen verfolgt. Auch sie hatten gezielt junge Frauen angesprochen. Auf die VorwĂŒrfe angesprochen, stritten sie alles ab – doch die Auswertung von Videomaterial habe tatsĂ€chlich gezeigt, dass die MĂ€nner gezielt allein reisende oder mit Kindern reisende Frauen angesprochen hatten, so die Polizeisprecherin.

Freiwillige Helfer verteilen HilfsgĂŒter an GeflĂŒchtete aus der Ukraine: Immer wieder sind es die Ehrenamtlichen, die verdĂ€chtiges Verhalten melden.
Freiwillige Helfer verteilen HilfsgĂŒter an GeflĂŒchtete aus der Ukraine: Immer wieder sind es die Ehrenamtlichen, die verdĂ€chtiges Verhalten melden. (Quelle: JĂŒrgen Held/imago-images-bilder)

Auch zwei 50 und 53 Jahre alte MĂ€nner fielen den Beamten auf. Sie boten im Bereich der Erstversorgung fĂŒr FlĂŒchtlinge jungen Frauen Geld an, wenn sie mit ihnen nach Hause kĂ€men. Bei der Befragung gab einer der MĂ€nner an, Russisch zu sprechen und lediglich ĂŒbersetzen zu wollen, sein Freund hĂ€tte ihn nur begleitet.

"Wir können nicht in die Köpfe der MÀnner reinschauen"

Auch am Dienstag habe es wieder einzelne FÀlle gegeben, bei denen MÀnner Frauen dubiose Angebote gemacht hÀtten.

Alle VerdĂ€chtigen werden des Platzes verwiesen und ihre Personalien aufgenommen. "Eine prĂ€ventive Maßnahme", so die Polizeisprecherin. Ein hĂ€rteres Durchgreifen sei erst einmal nicht möglich. "Es ist schwierig, hier einen Straftatbestand festzustellen", so die Sprecherin. FĂŒr eine Festnahme fehlten die Beweise.

"Es handelt sich erst mal nur um ein Wohnungsangebot, auch wenn sich die MĂ€nner verdĂ€chtig verhalten." Ein konkretes Motiv fĂŒr die Taten gibt es nicht. "Wir können ja nicht in die Köpfe der MĂ€nner reinschauen", erklĂ€rte die Sprecherin. "Der Verdacht geht aber in Richtung Menschenhandel."

Weitere Artikel

Sprit fĂŒr unter zwei Euro
Hunderte Meter Stau vor Tankstelle
Die Tankstelle in der Wittenberger Straße: Der Stau davor reichte zeitweise bis zur Kreuzung Theresienstraße.

TĂ€ter gesucht
Mann prĂŒgelt mit Schaufel auf Hund ein
Mischlingshund in Oschatz bei Leipzig: Dieses Tier wurde von einem Mann mit einer Schaufel geschlagen.

Erneut Diskriminierung in MĂŒnchen
Privatklinik will keine Russen behandeln
Ärztinnen und Ärzte im Krankenhaus (Symbolbild): In MĂŒnchen will eine Klinik nun keine Russen mehr behandeln.


Bislang hat die Bundespolizei keine Hinweise darauf, dass ein solch dubioser Versuch von Erfolg gekrönt war. Auch wird seit Tagen vermehrt auf solche FÀlle geachtet. Viele VerdÀchtige meldeten auch die freiwilligen Helfer vor Ort.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
FlĂŒchtlingePolizeiTwitterUkraineWarschau

t-online - Nachrichten fĂŒr Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlÀngerung FestnetzVertragsverlÀngerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website