Sie sind hier: Home > Regional > Bielefeld >

Gläubiger machen Weg für Sanierung von Gerry Weber frei

Halle (Westfalen)  

Gläubiger machen Weg für Sanierung von Gerry Weber frei

18.09.2019, 03:01 Uhr | dpa

Gläubiger machen Weg für Sanierung von Gerry Weber frei. Modeunternehmen Gerry Weber

Kleiderbügel des deutschen Modeunternehmens Gerry Weber liegen in einem Showroom. Foto: Friso Gentsch/Archivbild (Quelle: dpa)

Der ums Überleben kämpfende Modehersteller Gerry Weber ist nach eigener Einschätzung bei der finanziellen Sanierung einen entscheidenden Schritt vorangekommen. Die Gläubigerversammlung habe den Insolvenzplan mit großer Mehrheit angenommen, teilte die Gerry Weber International AG am Mittwoch mit. Die Gruppe der Aktionäre habe zwar ihre Zustimmung verweigert, ihr Nein könne das zuständige Gericht unter Verweis auf das Obstruktionsverbot aber aufheben und damit dem Insolvenzplan zur Umsetzung verhelfen.

Sachwalter Stefan Mayer rechne damit, dass das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung noch in diesem Jahr aufgehoben und die Sanierung außerhalb des Insolvenzverfahrens abgeschlossen werden könne. Gerry Weber mit immer noch mehr als 3600 Arbeitsplätzen könne in seinen Kernstrukturen erhalten bleiben, sagte Mayer laut Mitteilung. Gerry-Weber-Vorstandssprecher Johannes Ehling sprach von einer großartigen Nachricht, um bei der Neupositionierung des Unternehmens "so richtig durchzustarten".

Gerry Weber steckt seit Jahren in der Krise. Der Konzern leidet nicht nur unter dem Rückgang der Kundenfrequenzen in den Innenstädten und dem Siegeszug des Onlinehandels. Auch eigene Fehler, vor allem hohe Investitionen in ein eigenes Ladennetz, machten dem Unternehmen schwer zu schaffen. Ende Januar musste der Konzern Insolvenz in Eigenverwaltung anmelden.

Im Juli bekam das Unternehmen wieder eine Zukunftsperspektive, als die Finanzinvestoren Robus und Whitebox ihren Einstieg ankündigten. Sie wollen der Firma mit einer fast 50 Millionen Euro schweren Finanzspritze weiterhelfen. Für die Aktionäre hat der Insolvenzplan zur Folge, dass sie nach einem Kapitalschnitt ohne Entschädigung aus der Gesellschaft ausscheiden müssen. Wohl deshalb haben sie gegen den Insolvenzplan gestimmt.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
10-Tages-Vorhersage

Anzeige
Mäntel-Highlights und schöne Jacken shoppen
bei MADELEINE
myToysbonprix.deOTTOUniceftchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal