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Bielefeld: 26-Jähriger stirbt an vergiftetem Pausenbrot

Kollege als Täter  

26-Jähriger stirbt nach Konsum von vergiftetem Pausenbrot

09.01.2020, 13:30 Uhr | t-online, dpa, tme

Bielefeld: 26-Jähriger stirbt an vergiftetem Pausenbrot. Der Angeklagte im Prozess um vergiftete Pausenbrote im November 2018: Nun ist eines der Opfer des Täters verstorben. (Quelle: dpa/Gentsch)

Der Angeklagte im Prozess um vergiftete Pausenbrote im November 2018: Nun ist eines der Opfer des Täters verstorben. (Quelle: Gentsch/dpa)

Der Fall sorgte bundesweit für Aufsehen: In Bielefeld hat ein Mann die Pausenbrote seiner Kollegen vergiftet. Nun ist ein 26-Jähriger nach langem Leiden an den Folgen gestorben.

Zehn Monate nach dem Urteil im Prozess um vergiftete Pausenbrote ist eines der Opfer gestorben. Das bestätigte ein Sprecher des Landgerichts Bielefeld. Ein 57 Jahre alter Mann aus Bielefeld ist bereits im März letzten Jahres zu lebenslanger Haft verurteilt worden, weil er die Pausenbrote seiner Kollegen in einem Armaturenunternehmen in Bielefeld vergiftet hatte.

Seine Opfer erlitten schwerste Verletzungen, der 26-Jährige lag lange im Wachkoma. Er wurde von seinen Eltern gepflegt. Sie hatten in dem Prozess vom jahrelangen Leiden ihres Sohnes berichtet.

Die Staatsanwaltschaft hatte den 57-jährigen Giftmischer letztes Jahr wegen versuchten Mordes und Körperverletzung angeklagt. Er soll mehrere seiner Arbeitskollegen über Jahre in einem Betrieb in Schloß Holte-Stukenbrock mit gefährlichen Substanzen auf deren Pausenbroten und in Getränken vergiftet haben. Aufmerksam wurden die Ermittler auf den Mann, weil Kameras seine Taten filmten.

Angeklagter legte Revision ein

Das Landgericht Bielefeld verurteilte den Mann in dem Prozess schließlich wegen versuchten Mordes. Darüber hinaus hatte das Gericht Sicherungsverwahrung für den 57-Jährigen angeordnet, da die Richter von einem Hang zu weiteren schweren Straftaten ausgehen. Das Schwurgericht stellte zusätzlich die besondere Schwere der Schuld fest. Damit verhängten die Richter die Höchststrafe.

Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig, da der Angeklagte Revision beim Bundesgerichtshof einlegte.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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