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Bielefeld-Bethel: 15.000 Impfungen verabreicht – "Bundesweit einzigartig"

Stadt in der Stadt  

15.000 Impfungen in Bielefeld-Bethel verabreicht

16.04.2021, 13:23 Uhr | dpa

Bielefeld-Bethel: 15.000 Impfungen verabreicht – "Bundesweit einzigartig". Ein kleiner Piks: Axel Pundmann, Beschäftigter in Bethel, bekommt im Impfzentrum in der Werkstatt für Menschen mit Behinderungen Q27 von Arzt Dr. Christian Beckers eine Corona-Impfung. (Quelle: dpa/Friso Gentsch)

Ein kleiner Piks: Axel Pundmann, Beschäftigter in Bethel, bekommt im Impfzentrum in der Werkstatt für Menschen mit Behinderungen Q27 von Arzt Dr. Christian Beckers eine Corona-Impfung. (Quelle: Friso Gentsch/dpa)

Behindertenwerkstätten, ein Krankenhaus, Altenhilfe, soziale Einrichtungen – der Bielefelder Stadtteil Bethel ist eine eigene Stadt in der Stadt und jetzt zu einem Großteil bereits geimpft.

Am Freitag wurde in einer eigenen Impfstelle von Bielefeld-Bethel die Zahl von rund 15.000 Impfdosen seit Start im Dezember erreicht. Nach Angaben des Impfstellenleiters Matthias Ernst sind damit rund 10.000 Erstimpfungen und 5.000 Zweitimpfungen mit seinem Team organisiert worden.

"Bundesweit ist das sicherlich in dieser Form einzigartig", sagte Ernst der Deutschen Presse-Agentur. Die Bewohner von Behinderteneinrichtungen und Altenheimen der Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel im Teutoburger Wald seien Corona-frei wie Ernst erklärte. Es gebe einen "starken Impfeffekt", nur unter den Mitarbeitern gebe es vereinzelte Ansteckungen.

Auftrag für 16.000 Impfberechtigte

In Abstimmung mit der Stadt Bielefeld, dem kommunalen Impfzentrum und dem nordrhein-westfälischen Gesundheitsministerium habe das Team in Bethel den Auftrag für 16.000 Klienten und Mitarbeiter erhalten. Das 70-köpfige Team, darunter 15 Ärzte, hat mehrere Hundert Termine pro Tag organisiert. Und das in vier Impfstraßen und mit bis zu drei mobilen Teams.

Die Impfbereitschaft sei sehr hoch, erklärte Ernst, der am Evangelischen Klinikum Bethel arbeitet. In der Eingliederungshilfe für Menschen mit einer Behinderung lag der Wert bei 90 Prozent. Und das bei einem großen organisatorischen Aufwand. Denn neben der Aufklärung müssen auch die Angehörigen und in vielen Fällen auch die gesetzlichen Betreuer bei der Impfung mit einbezogen werden. "Hochkomplex", wie der Mediziner sagt.

Ernst berichtet aber auch von Frust. Die Verzögerungen bei der Impfstofflieferung seien belastend gewesen. "Im Dezember war es so: Die Tankstelle war aufgebaut und das Benzin kam nicht", zieht der Leiter einen Vergleich. Immer wieder habe das Team neu mit Unsicherheiten planen müssen. Termine wurden abgesagt und neu vergeben. Projektmanagerin Laura Moreno berichtete von schlaflosen Nächten und harten Wochenende. "Am Ende haben wir aber so wahnsinnig viel Dankbarkeit von den Geimpften erfahren", sagt Moreno. Das habe entschädigt.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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