Sie sind hier: Home > Regional > Bielefeld >

Baden-Württemberg: Hotline für gewaltbetroffene Männer

München  

Baden-Württemberg: Hotline für gewaltbetroffene Männer

19.04.2021, 14:40 Uhr | dpa

Baden-Württemberg: Hotline für gewaltbetroffene Männer. Telefon

Ein Telefonhörer liegt auf einem Tisch. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Symbolbild (Quelle: dpa)

Baden-Württemberg beteiligt sich seit dem 1. April an der bundesweiten Hotline für gewaltbetroffene Männer. "Gewalt gegen Männer ist nach wie vor ein Tabu. Stigmatisierung und Schamgefühle tragen oft dazu bei, dass das Thema noch unzureichend beachtet wird", sagte Sozialminister Manne Lucha (Grüne) am Montag in Stuttgart. Bislang wurde das Hilfetelefon von Nordrhein-Westfalen und Bayern betrieben. Knapp die Hälfte der Anfragen per Telefon oder per E-Mail kommt aber aus anderen Bundesländern.

Seit dem Start vor rund einem Jahr wurde die Hotline in mehr als 1800 Fällen um Hilfe gebeten. Bezogen auf die Öffnungszeiten entspreche das 6 bis 9 Anrufen pro Tag, bei steigender Tendenz, ergab eine am Montag vorgestellte Bilanz. "Das neue Unterstützungsangebot für von Gewalt betroffene Männer wurde sehr schnell angenommen - entgegen den Befürchtungen und Vorurteilen, dass Männer keine Hilfe suchen würden", sagte NRW-Gleichstellungsministerin Ina Scharrenbach (CDU). Bayerns Sozialministerin Carolina Trautner (CSU) sprach von einer Lücke im Hilfesystem, die dieses Angebot geschlossen habe.

Gut drei Viertel der Anrufer waren bis zu 50 Jahre alt. 85 Prozent der Betroffenen litten unter psychischer Gewalt, 53 Prozent unter körperlichen oder sexualisierten Übergriffen. 70 Prozent der Männer waren laut Trautner in einer akuten Gewaltsituation, 19 Prozent hatten als Kinder oder Jugendliche Gewalt erfahren. Übergriffig wurden laut Bilanz vor allem aktuelle oder ehemalige Partnerinnen.

Als Reaktion auf die steigende Nachfrage ist die Hotline schon ab 8.00 Uhr morgens erreichbar. Zudem soll eine Werbekampagne in den sozialen Medien starten. Betreut wird sie von Organisationen in Augsburg, Bielefeld. Neu dabei sind die Sozialberatung Stuttgart und der Verein Pfunzkerle in Tübingen.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
10-Tages-Vorhersage

Alba Modatchibo.deOTTODeichmannbonprix.deLIDLBabistadouglas.deamazon.de

shopping-portal