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Alternativbank GLS verschärft Strafgebühr für reiche Kunden

Bochum  

Alternativbank GLS verschärft Strafgebühr für reiche Kunden

05.02.2020, 11:14 Uhr | dpa

Alternativbank GLS verschärft Strafgebühr für reiche Kunden. Das Logo der GLS Bank

Das Logo der GLS Bank. Foto: GLS Bank/obs (Quelle: dpa)

Die kräftig wachsende Alternativbank GLS verschärft ihre Strafzinsen für reiche Kunden. Sparer mit mehr als 250 000 Euro auf dem Konto müssen ab dem 1. April eine Gebühr von 0,5 Prozent auf ihr Guthaben zahlen, wie die GLS am Mittwoch in Frankfurt mitteilte. Das treffe etwa 1 Prozent der rund 242 000 Klienten. Derzeit verlangt die GLS Bank diese Gebühr erst ab Einlagen von einer Million Euro.

Bankchef Thomas Jorberg begründete die Ausweitung des "Einlagenentgelts" mit der immer weiter schrumpfenden Zinsmarge im Bankgeschäft. In der Vergangenheit hätten die Kreditnehmer weitgehend die Kosten der Bochumer Bank gezahlt. Das sei vorbei. "Bankleistungen werden künftig noch mehr einen Preis haben", sagte Jorberg mit Blick auf die Branche. Für alle GLS-Konten hatte die Bank bereits 2017 einen Grundbeitrag von 60 Euro im Jahr eingeführt. Auf die Kundenzahl habe das keine Auswirkungen gehabt, sagte Jorberg.

Mit Strafzinsen versuchen immer mehr Banken, Kosten an die Kunden weiterzugeben, die ihnen selbst durch die Negativzinsen der Europäischen Zentralbank entstehen. Parken Banken Geld bei der Notenbank, müssen sie dafür 0,5 Prozent Minuszinsen zahlen.

Die auf Kredite an ökologisch wirtschaftende Unternehmen sowie nachhaltige und soziale Kapitalanlagen spezialisierte GLS Bank ist 2019 kräftig gewachsen. Das Betriebsergebnis verbesserte sich um gut 13 Prozent auf 40,4 Millionen Euro, wie es weiter hieß.

Die GLS-Bank überprüft ihre Fonds und die vergebenen Kredite darauf, ob sie dazu beitragen, die Erderwärmung bis 2050 auf 1,5 Grad zu begrenzen. Damit sieht sich das Institut als Vorreiter in der Branche. Künftig würden alle Banken die Klimarisiken ihrer Kunden ermitteln müssen, sagte Jorberg. Die Finanzaufsicht Bafin dringe schon jetzt darauf, dass Banken, Versicherer und Investmentfonds Nachhaltigkeitsrisiken stärker in ihre Risikobetrachtung einbeziehen.

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