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Bonn: Basketball-Profi Saibou "erleichtert" über Einigung

Monatelanger Rechtsstreit  

Basketball-Profi Saibou "erleichtert" über Einigung

22.11.2020, 14:16 Uhr | dpa

Bonn: Basketball-Profi Saibou "erleichtert" über Einigung. Joshiko Saibou, Basketballspieler, schaut in die Kamera (Archivbild): Saibou wurde gekündigt, nachdem er an einer Demo gegen die Corona-Maßnahmen teilgenommen hatte. (Quelle: dpa/Kay Nietfeld)

Joshiko Saibou, Basketballspieler, schaut in die Kamera (Archivbild): Saibou wurde gekündigt, nachdem er an einer Demo gegen die Corona-Maßnahmen teilgenommen hatte. (Quelle: Kay Nietfeld/dpa)

Joshiko Saibou hat sich nach Monaten des Rechtsstreits mit seinem Verein, den Telekom Baskets Bonn, geeinigt. Nun will er sich wieder ganz dem Basketball widmen.

Basketball-Profi Joshiko Saibou hat erleichtert auf die gütliche Einigung im Rechtsstreit mit seinem Bundesliga-Club Telekom Baskets Bonn reagiert. "Es waren anstrengende Monate. Jetzt bin ich erleichtert, dass diese wichtigen Dinge klargestellt wurden und ich wieder den Fokus voll auf Basketball richten kann", teilte der 30-Jährige der Deutschen Presse-Agentur per Mail mit.

Die Bonner hatten den Point Guard wegen "Verstößen gegen Vorgaben des laufenden Arbeitsvertrags als Profisportler" fristlos gekündigt, nachdem dieser an einer Demonstration gegen die staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Berlin teilgenommen hatte. Saibou bezeichnete die Kündigung damals als "Schlag ins Gesicht der Meinungsfreiheit" und reichte Klage ein.

Keine Spielerpflichten verletzt

Saibou gab nun auch erstmals Details der Einigung bekannt. "Es ist jetzt für beide Seiten klar, dass ich mich mit der Teilnahme an der Demo im Rahmen meiner Meinungsäußerungsfreiheit bewegt und auch keine Spielerpflichten verletzt habe", schrieb der Sportler. "Dazu ist aber auch klargestellt worden, dass ich mich durch die Teilnahme an einer öffentlichen Demo ohne durchgängiges Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung möglicherweise einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt habe. Auch wenn ich damals auf der Demo Abstandsregeln eingehalten habe und zu der Zeit bekanntlich über Wochen kein Teamtraining stattfand."

Mit der Einigung zwischen Spieler und Verein ist ein für den 25. November durch das Gericht angesetzter Verkündungstermin hinfällig geworden. Die Kammer hatte zuletzt neun Monatsgehälter für den zum Kündigungszeitpunkt noch elf Monate laufenden Vertrag vorgeschlagen. Zuvor hatte der Verein bei einem Gütetermin vier Monatsgehälter angeboten. Die Baskets hatten mitgeteilt, dass über den Inhalt des Vergleichs Stillschweigen vereinbart worden sei.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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