Sie sind hier: Home > Regional > Bonn >

Ausbau der Elektroauto-Ladesäulen in NRW zieht an

Bonn  

Ausbau der Elektroauto-Ladesäulen in NRW zieht an

11.08.2019, 09:17 Uhr | dpa

Ausbau der Elektroauto-Ladesäulen in NRW zieht an. Parkplatz mit E-Ladestation

Ein Hinweisschild für Parkplätze mit Ladestationen für Elektroautos steht an einem Schnellladeparkplatz. Foto: R. Michael/Archivbild (Quelle: dpa)

Der Ausbau von Ladesäulen für Elektroautos kommt in Nordrhein-Westfalen auf niedrigem Level voran. Bei der Netzagentur sind in dem Bundesland inzwischen 1760 Ladesäulen gemeldet, wie aus der Webseite der Behörde hervorgeht. Das ist deutlich mehr als zuvor - im Oktober 2017 waren es nur 666 und im Juli 2018 genau 996. Allerdings sind die Zahlen nicht vollständig, da erst seit März 2016 neue Ladesäulen bei der Bonner Regulierungsbehörde gemeldet werden müssen. Anlagen, die davor gebaut wurden, sind auf der Karte der Netzagentur also nicht enthalten.

Hinzu kommt, dass Betreiber der Veröffentlichung nach der Meldung widersprechen können. In der Regel tun sie dies zwar nicht - ein Anspruch auf Vollständigkeit haben die publizierten Angaben aber nicht. Dennoch sind sie aussagekräftig, schließlich verdeutlichen sie einen klaren Trend: Es geht nach oben beim Ausbau der Infrastruktur.

Das Ladesäulennetz ist eine Art Achillesferse in Sachen Elektromobilität. Da die Reichweite eines Großteils der Stromer gering ist, ist der Bedarf an Ladepunkten hoch. Zwar ist auch das Aufladen zu Hause möglich, besonders in Großstädten haben viele Bürger aber keine eigene Garage oder keinen festen Stellplatz, wo eine Ladevorrichtung zu privaten Gebrauch angebracht werden könnte.

Trotz des Fortschrittes bleibt das Ausbau-Level noch niedrig. Hierzu ein Vergleich mit herkömmlichen Tankstellen, wo Benzin oder Diesel zu haben sind. Nach Branchenschätzung gibt es in NRW circa 3150 Sprit-Tanken, sie haben im Schnitt 10 Zapfsäulen - eine Ladesäule hingegen hat in der Regel zwei Ladepunkte und der Ladevorgang dauert deutlich länger als das Sprittanken. Vollgetankt kommen Pkw mit Verbrennungsmotoren in der Regel deutlich weiter als ein Stromer nach einem Ladevorgang.

Autoexperten werteten den Fortschritt beim Ausbau positiv. Aus Sicht von Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen liegt dies an der umfangreichen staatlichen Hilfe. "Die Landesregierung engagiert sich - die Zusatzprogramme helfen, das ist eine schöne Sache." Allerdings gebe es das Risiko, dass durch die starke staatliche Rolle die Ladeinfrastruktur nicht da aufgebaut werde, wo sie nötig sei, sagte der Professor. Der Aufbau sei zudem insgesamt zu kleinteilig. Es gebe keinen zentralen Plan, jedes Stadtwerk wurschtele vor sich hin, monierte Dudenhöffer. "Jeder stellt die Ladesäulen nach seinem Gusto auf."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
10-Tages-Vorhersage


shopping-portal