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Bonn: Vorwurf von sexuellen Übergriffen auf Erstifahrt der Universität

Schwere Vorwürfe gegen Fachschaft  

Sexuelle Übergriffe auf Erstifahrt der Uni Bonn

11.10.2019, 08:46 Uhr | t-online.de

Bonn: Vorwurf von sexuellen Übergriffen auf Erstifahrt der Universität. Hofgarten der Universität Bonn: In einem anonymen Brief werden schwere Vorwürfe gegen Studenten der Fachschaft Medizin erhoben. (Quelle: imago images/Rupert Oberhäuser)

Hofgarten der Universität Bonn: In einem anonymen Brief werden schwere Vorwürfe gegen Studenten der Fachschaft Medizin erhoben. (Quelle: Rupert Oberhäuser/imago images)

Auf einer Erstsemesterfahrt der Fachschaft Medizin soll es zu sexueller Nötigung und Alkoholexzessen gekommen sein. In einem Schreiben an die Universität Bonn schildert ein anonymer Verfasser die Zustände. Die Staatsanwaltschaft hat bereits die Ermittlungen aufgenommen.

In einem anonymen Schreiben an die Universität Bonn und die Staatsanwaltschaft schildert ein bislang unbekannter Verfasser die Zustände einer Erstsemesterfahrt nach Bergneustadt, die von der Fachschaft Medizin geplant wurde. Zuerst berichtete der "Express" davon, der den anonymen Brief ebenfalls erhalten haben soll.

Die erhobenen Vorwürfe beziehen sich auf einen Vorfall am vergangenen Wochenende. Dort seien Studierende des ersten Semesters nachts um drei Uhr geweckt und genötigt worden, alkoholische Getränke mittels Trichter zu sich zu nehmen. "Es wurde massiv Druck auf die eingeschüchterten Studentinnen und Studenten gemacht, damit diese extrem große Alkoholmengen konsumieren", soll der Verfasser geschrieben haben. Doch die Schilderungen gehen weiter. Offenbar wurde "die Besinnungslosigkeit der Studentinnen von männlichen Mitgliedern der Fachschaft ausgenutzt, um sich sexuell an den Studentinnen zu vergehen".

Studentinnen für "sexuelle Praktiken" ausgenutzt

In dem anonymen Schreiben steht außerdem, dass die sexuellen Übergriffe keine Einzelfälle seien. Jahr für Jahr sollen die männlichen Mitglieder der Fachschaft Medizin die jungen Studentinnen ausnutzen, "um dann sexuelle Kontakte beziehungsweise Praktiken auszuüben". Einige der betroffenen Studentinnen sollen sich vergewaltigt fühlen, heißt es weiter.


Die Staatsanwaltschaft hat bereits die Ermittlungen in diesem Fall aufgenommen. Am Donnerstag hat sich schließlich auch die Universität Bonn zu den Vorwürfen mit einem Schreiben auf der Startseite der Homepage geäußert. Das Dekanat sei derzeit schon mit der Bonner Kriminalpolizei sowie der Fachschaft, die die Fahrt organisiert hat, in Kontakt, um den Fall aufzuklären. Die Universität ruft auf: "Wer Zeuge oder Opfer geworden ist, möge sich unverzüglich bei der Polizei melden".

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