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Bonn wird offenbar doch nicht Gastgeber für Weltklimagipfel

Nach Absage Chiles  

Bonn wird offenbar doch nicht Gastgeber für Weltklimagipfel

01.11.2019, 08:36 Uhr | dpa

Bonn wird offenbar doch nicht Gastgeber für Weltklimagipfel. Patricia Espinosa steht neben einer Flagge der UN

Patricia Espinosa steht neben einer Flagge der UN. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Nachdem Chile als Austragungsort für den Klimagipfel Ende des Jahres abgesagt hat, war plötzlich Bonn als möglicher Austragungsort im Gespräch. Doch jetzt findet die Weltklimakonferenz offenbar in Spanien statt.

Nach der Absage Chiles für die Weltklimakonferenz im Dezember hat Madrid sich als Austragungsort angeboten. Die Bundesregierung und die Klimachefin der Vereinten Nationen, Patricia Espinosa, begrüßten den Vorstoß der spanischen Regierung. Damit könne die Konferenz wie geplant vom 2. bis 13. Dezember stattfinden, teilte Espinosa am Donnerstag mit. Man hoffe, dass das zuständige Gremium diesen Vorschlag so bald wie möglich prüfe. Ein Sprecher des Bundesumweltministeriums sagte, man freue sich über das Angebot: "In Bonn wäre das so kurzfristig logistisch nicht möglich gewesen."

Bonn als möglicher Ersatz

Nachdem die chilenische Regierung am Donnerstag die Konferenz wegen der anhaltenden sozialen Proteste im Land überraschend abgesagt hatte, war Bonn schnell als möglicher Ersatz im Gespräch gewesen. Hier hat das UN-Klimasekretariat seinen Sitz, vor zwei Jahren war die Stadt schon einmal für Gastgeber Fidschi eingesprungen. Damals gab es aber einen sehr viel längeren Vorlauf. Nordrhein-Westfalen hatte sich dennoch am Mittwoch seine Bereitschaft erklärt, gegebenenfalls einzuspringen. Das wird jetzt aber offenbar nicht nötig.


Die Weltklimakonferenz gilt als einer der bedeutendsten Gipfel der Vereinten Nationen und ist mit mehreren Zehntausend Besuchern und Abgesandten mit erheblichem organisatorischen Aufwand verbunden. Es geht um die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens, mit dem die Weltgemeinschaft die Erderhitzung auf unter zwei Grad begrenzen will. Dieses Jahr soll unter anderem diskutiert werden, nach welchen Regeln Staaten mit Verschmutzungsrechten handeln können.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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