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Bonn: Schlägerei am Hauptbahnhof – Rechte stiegen in Zug mit Linken ein

Nach Demonstration  

Schlägerei am Hauptbahnhof – Rechte stiegen in Zug mit Linken ein

10.12.2019, 12:17 Uhr | dpa

Bonn: Schlägerei am Hauptbahnhof – Rechte stiegen in Zug mit Linken ein. Polizisten stehen auf einem Gleis am Hauptbahnhof in Bonn: Dutzende Beamte mussten anrücken, um die Situation unter Kontrolle zu bekommen. (Quelle: dpa/Maximilian Mühlens)

Polizisten stehen auf einem Gleis am Hauptbahnhof in Bonn: Dutzende Beamte mussten anrücken, um die Situation unter Kontrolle zu bekommen. (Quelle: Maximilian Mühlens/dpa)

Am Bonner Hauptbahnhof hat es vor wenigen Wochen eine Massenschlägerei zwischen rechten und linken Gruppierungen gegeben. Nun gab das Ministerium den Grund für die Auseinandersetzung bekannt.

Rund drei Wochen nach Ausschreitungen zwischen rechten und linken Gruppen am Bonner Hauptbahnhof ist nun der Auslöser klar. Laut Innenministerium in Nordrhein-Westfalen wollten zwölf Männer aus dem "rechten Spektrum" in Bonn umsteigen – und landeten in einem Zug mit mehr als 100 Linken. "Hierbei kam es zu Provokationen und zu einer anschließenden körperlichen Auseinandersetzung zwischen circa 80 Personen", erklärte das Ministerium in einem Bericht an den Landtag, der am Dienstag veröffentlicht wurde.

Demnach waren beide Gruppen auf dem Rückweg von einer Demo beziehungsweise Gegendemo in Remagen. Die Gruppen wurden von der Polizei bewusst in verschiedene Züge gesetzt. Als die rechtsgerichteten Demonstranten in Bonn Richtung Duisburg gegen 18 Uhr umsteigen wollten, stiegen sie – offenbar unbewusst – in den Zug mit den Gegendemonstranten.

Die Bundespolizei rief Verstärkung, fast 170 Bereitschaftsbeamte rückten an. Bis dahin waren die meisten Linken laut dem Bericht bereits geflüchtet. Kontrolliert wurden von der Landespolizei letztlich 53 teils polizeibekannte Linke und neun teils aktenkundige Rechte. Es gab Anzeigen unter anderem wegen Landfriedensbruchs, Körperverletzung und Sachbeschädigung.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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