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Bettlägerige Mutter im Affekt getötet: Haftstrafe für Sohn

Bonn  

Bettlägerige Mutter im Affekt getötet: Haftstrafe für Sohn

12.12.2019, 15:49 Uhr | dpa

Er tötete seine bettlägerige Mutter mit einem Stich ins Herz: Das Bonner Landgericht hat am Donnerstag einen 56-jährigen Mann wegen Totschlags im minderschweren Fall zu drei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt. Der Haftbefehl wurde am Ende aufgehoben, weil nach Überzeugung des Gerichts keine Fluchtgefahr besteht. Damit kam der Lagerist nach dem Urteil auf freien Fuß und kann seine Haftzeit im offenen Vollzug verbringen.

Es sei eine Affekttat "wie sie im Bilderbuch steht", begründete das Gericht sein relativ mildes Urteil. Ein Mann, der sich aufopferungsvoll um seine Mutter gekümmert habe, mache plötzlich "etwas Ungeheuerliches" - und bereue es dann sofort wieder. "Auch wenn dieser Täter aus der Welt der übrigen Täter herausfällt, so hat er doch seine Mutter getötet", sagte der Richter.

Laut Urteil hatte der Angeklagte aus Meckenheim seiner Mutter versprochen, sie nie zu verlassen und immer zu pflegen. Von diesem Versprechen sei er schließlich überfordert gewesen. Vor der Tat am 30. Juni hatte er seine Mutter nachts bereits mehrmals zur Toilette begleitet. Als die 90-Jährige ihn am Morgen mit "energischem Ton" aufforderte, sie erneut zur Toilette zu bringen, sei "etwas passiert, was keiner von ihm erwartet hätte, auch er nicht von sich selber", sagte der Richter. Mit einem Steakmesser, das er in der Hand hatte und eigentlich in die Küche habe bringen wollen, habe er die Mutter gezielt getötet.

Nach der Tat hatte der Angeklagte versucht, sich umzubringen. Drei Tage lang habe er "wie erstarrt" in dem gemeinsamen Schlafzimmer neben seiner toten Mutter gelegen, bis er schließlich einen Arzt rief.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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