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Weniger Telefon- und Internetanschlüsse überwacht

Bonn  

Weniger Telefon- und Internetanschlüsse überwacht

22.01.2020, 11:29 Uhr | dpa

Weniger Telefon- und Internetanschlüsse überwacht. Ein Beamter sitzt für eine Telefonüberwachung vor einem Computer

Ein Beamter sitzt für eine Telefonüberwachung mit Kopfhörern vor einem Computer. Foto: Christian Charisius/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Zur Überführung von Straftätern sind in Bayern 2018 weniger Telefon- und Internetanschlüsse überwacht worden als im Jahr zuvor. Die Zahl der überwachten Anschlüsse sei von 4238 auf 4013 gesunken, teilte das Bundesamt für Justiz am Mittwoch in Bonn mit. Auch die Zahl der Ermittlungsverfahren, in denen Gerichte Überwachungsmaßnahmen anordneten, ging von 1 411 auf 1 225 Vorfälle zurück.

Mit Abstand am häufigsten - in 1379 Fällen - kam die Überwachung in Verfahren zu Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz zum Einsatz. Zur Aufklärung von Betrug und Computerbetrug wurden 845 Anschlüsse überwacht, wegen Bandendiebstahls 435. Im Zusammenhang mit Mord und Totschlag zapften Ermittler 375 Telefon-, Mobilfunk- oder Internetanschlüsse an.

Nach Angaben des Bundesjustizamts wurden in keinem Bundesland so viele Anschlüsse überwacht wie in Bayern. Bundesweit sei die Zahl der überwachten Anschlüsse um 4,4 Prozent auf 19 474 gestiegen, die Zahl der Verfahren mit Überwachungen dagegen um 9,3 Prozent auf 5104 gesunken.

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