Sie sind hier: Home > Regional > Bonn >

Bonn: Klinikärzte schlagen Alarm wegen Coronavirus

Mangelnde Ausrüstung  

Klinikärzte in Bonn schlagen Alarm wegen Coronavirus

05.03.2020, 10:48 Uhr | t-online, vss, dpa

Bonn: Klinikärzte schlagen Alarm wegen Coronavirus. Ein Banner: Das Land NRW kauft eine Million Atemschutzmasken. (Quelle: imago images/Cord/Archivbild)

Ein Banner: Das Land NRW kauft eine Million Atemschutzmasken. (Quelle: Cord/Archivbild/imago images)

Es gibt einen bestätigten Coronavirus-Fall in Bonn und die Sorge um eine Verbreitung wächst – und das auch bei Klinikärzten. Doch das Land NRW rüstet auf.

Klinikärzte in Bonn sehen sich nicht vorbereitet für eine Coronavirus-Epidemie und schlagen Alarm. "Die Situation ist dynamisch. Alle Maßnahmen der Stadt Bonn sind derzeit darauf ausgerichtet, ein Ausbreiten des Virus zu verhindern", betont Stadtdirektor Wolfgang Fuchs, Leiter des Krisenstabs. Doch das sei gar nicht möglich, heißt es aus den Kliniken. Grund dafür sei die mangelnde Ausrüstung. Das berichtet der "General-Anzeiger".

Den Bonner Kliniken fehlt es an Schutzkleidung und Desinfektionsmitteln. Die Situation gilt als "dramatisch", berichtet das Blatt. Dazu kommt, dass viele Anwohner in Panik verfallen. Es sei sogar schon Material gestohlen worden, was zur Folge hat, dass dieses in Krankenhäusern nun weggeschlossen und nur noch gegen Unterschrift herausgegeben wird. Das berichtet der "General-Anzeiger" unter Berufung auf einen Mediziner, der anonym bleiben möchte. Man wisse nicht, wie man damit umgehen solle, falls es künftig wirklich eine Vielzahl von Infizierten gebe.

Land NRW reagiert auf Hilferufe

Auch aus dem stark betroffenen Kreis Heinsberg gab es Hilferufe. Ärzte aus der Region haben am Dienstag davon berichtet, "die Versorgung der niedergelassenen Ärzte mit Schutzmasken sei katastrophal", wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet.

Derweil hat das Land Nordrhein-Westfalen aufgestockt. Eine Million Atemschutzmasken wurden gekauft. Am Mittwoch seien die Kaufverträge unterzeichnet worden, so NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU). Mit dieser Großbestellung soll dafür gesorgt werden, dass Ärzte und Kliniken ausreichend geschützt sind. Es habe Laumann "sehr geärgert", dass sich das medizinische Personal Sorgen wegen fehlender Schutzausrüstung gemacht habe.

Weit mehr Influenza-Infektionen in Bonn

Derzeit gibt es in Bonn nur einen bestätigten Fall des Coronavirus. Das teilte die Stadt am Nachmittag des 4. März mit und mahnt, nicht in Panik zu verfallen. Die Zahl der Verdachtsfälle hat sich zwar auf 18 erhöht, weil sich bei fünf Schülern der Clemens-August-Schule Symptome gezeigt hätten, gleichzeitig gebe es aber 388 Influenza-Erkrankte in Bonn, wie die Stadt mitteilte. 

Generell ist die Wahrscheinlichkeit, am Coronavirus zu erkranken, deutlich geringer als die Ansteckung mit Erregern einer Influenza oder eines grippalen Infekts. "Das Ganze ist nicht so ansteckend wie Influenza oder Masern", mahnte Alexander Kekulé von der Uni Halle-Wittenberg.

Verwendete Quellen:

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
10-Tages-Vorhersage

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal