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Coronavirus: Deutscher Passagier von Kreuzfahrtschiff Artania gestorben

Kreuzfahrtschiff vor Australien  

Deutscher Passagier der "Artania" stirbt an Covid-19

03.04.2020, 14:05 Uhr | dpa

Coronavirus: Deutscher Passagier von Kreuzfahrtschiff Artania gestorben. Kreuzfahrtschiff "MS Artania"

Das Kreuzfahrtschiff "MS Artania" (undatiert). Foto: Phoenix Reisen/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Ein deutscher Passagier der "Artania" ist an Covid-19 gestorben. Auf dem Kreuzfahrtschiff des Bonner Veranstalters hat es mehrere Corona-Fälle gegeben.

Ein deutscher Passagier des im Westen Australiens festsitzenden Kreuzfahrtschiffs "Artania" eines Bonner Reiseveranstalters ist nach einer Infektion mit dem Coronavirus in einer Klinik der Stadt Perth gestorben. Dabei handele es sich um einen Mann in den Sechzigern, wie die Gesundheitsbehörde am Freitag mitteilte. Er gehörte zu den Passagieren, die positiv auf SARS-CoV-2 getestet worden waren. Die Angehörigen seien informiert, hieß es weiter.

Die nähere Zukunft des vor Australien ankernden Kreuzfahrtschiffes ist nach Angaben des Reiseveranstalters aus Bonn weiterhin unklar. Es liege noch kein Zeitplan für eine Abreise aus den westaustralischen Gewässern vor, sagte eine Sprecherin des Bonner Unternehmens Phoenix Reisen am Donnerstag. "Die nächsten Tage sehen so aus, dass weiter zwischen Reederei und Behörden gesprochen wird." Das bedeute: Man müsse warten.

Die "Artania", bekannt aus der ARD-Dokuserie "Verrückt nach Meer", liegt seit der vergangenen Woche an der Küste vor der Stadt Fremantle südlich von Perth. Grund ist, dass auf dem Schiff Coronavirus-Fälle aufgetreten waren.

Besatzung noch an Bord

Die meisten der mehr als 800 Passagiere wurden mittlerweile zurück nach Deutschland geflogen. Der Regierungschef des Bundesstaates Westaustralien fordert aber, dass auch das Schiff schnellstmöglich zurück nach Deutschland fährt. Er wolle nicht, dass die "Artania" andere Schiffe anziehe, nur weil sie im Hafen von Fremantle habe anlegen dürfen.

An Bord befindet sich nach Angaben des deutschen Reiseveranstalters nur noch die Besatzung. Von den zunächst 16 verbliebenen Passagieren, die nicht hatten zurückfliegen wollen, seien 12 nun in einem Hotel in Perth untergebracht, so die Sprecherin. Sie hätten aufgrund der Vorgaben der Behörden von Bord gehen müssen.

Vier weitere Menschen, die man zunächst zu den Passagieren gezählt habe, blieben weiterhin auf dem Schiff. Sie übernahmen demnach neben ihrer Reise auch "Aufgaben" an Bord – zum Beispiel Künstler. Daher zählten sie nun zur Crew, die auf dem Schiff bleiben dürfe.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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